Promotion League

Ein letzter Beweis der mannschaftlichen Charakterstärke - trotzdem verliert BSC Old Boys gegen Cham

Die Gelbschwarzen BSC Old Boys Basel, hier im Meisterschaftsspiel gegen die U21 von Basel, ist aufgrund der Niederlagen gegen den SC Cham nicht im Schweizer Cup 2018/19 mit dabei.

Die Gelbschwarzen BSC Old Boys Basel, hier im Meisterschaftsspiel gegen die U21 von Basel, ist aufgrund der Niederlagen gegen den SC Cham nicht im Schweizer Cup 2018/19 mit dabei.

Der Schweizer Cup 2018/19 findet ohne den BSC Old Boys statt. Im Heimspiel gegen Cham unterlagen die Basler mit 1:3. In einer intensiven Partie setzten sich die Chamer am Donnerstagabend auf der Schützenmatte durch. Nun steht die 1. Mannschaft vor einem personellen Umbruch.

Trotz Hundewetter fanden sich 213 Zuschauer im Stadion Schützenmatte ein, um dem Cup-Qualifikationsmatch zwischen den Old Boys und dem SC Cham beizuwohnen. Sie wurden nicht enttäuscht und sahen einen intensiven, vor allem nach dem Seitenwechsel auch sehr attraktiven Match, in dem sich mit den Gästen die richtige, weil effizientere Mannschaft durchsetzte.

«Die Partie hätte auf beide Seiten kippen können. In der Liga hatte OB das bessere Ende, nun waren wir die Glücklicheren», analysierte Gäste-Trainer Jörg Portmann und fügte hinzu: «In den Minuten vor und nach der Pause waren wir das bessere Team.» Und just in der Phase nach Beginn der zweiten Halbzeit schafften es die Zuger auch, ihre Tore zu erzielen.

Unbedingter Wille den Match nochmals zu drehen

Jan Loosli köpfelte eine Freistossflanke Dejan Jakovljevics ein (48.), Pascal Herger vollendete aus kurzer Distanz eine tolle Vorarbeit Marco Trachsels (57.), und Ex-Old-Boy Jakovljevic schloss einen mustergültigen Konter erfolgreich ab (65.). Für das Heimteam hatte Loic Limanaj den zwischenzeitlichen Anschlusstreffer besorgt, nachdem ihm der Ball im gegnerischen Sechzehner vor den Fuss geflippert war (59.).

Was bei den Old Boys beeindruckte, war der unbedingte Wille, den Match nochmals zu drehen. Bis in die Nachspielzeit liessen sie diesbezüglich nichts unversucht. «In der Schlussphase war jeder ihrer Angriffe auch eine Torchance», musste Jörg Portmann eingestehen. Doch Valentin Mbarga (79.), Deny Gomes (82.) und Pascal Rietmann (89., 92.) schossen entweder knapp am Gehäuse vorbei oder kamen den berühmten Schritt zu spät.

Pech mit Schiedsrichterentscheidung kurz vor Schluss

Dazu hatten die Gelbschwarzen Pech, dass Schiedsrichterin Simona Ghisletta in der 87. Minute nicht auf den Penaltypunkt zeigte, nachdem Gomes von Kofi Nimi im Strafraum «umgegrätscht» worden war.

«Ich kann meiner Mannschaft ein letztes Mal ein grosses Kompliment machen. Sie hat erneut ihren tollen Charakter demonstriert, nie aufgegeben und bewiesen, dass sie Promotion-League-Format hat», lobte Aziz Sayilir. Obwohl der OB-Trainer festhielt, «dass wir auch drei Tore hätten erzielen können», stellte er die Theorie auf, dass die Chamer den Sieg ein kleines bisschen mehr gewollt hatten, «weil sie wussten, dass sie zusammenbleiben würden.»

Wechseln einige Leistungsträger zum Lokalrivalen?

Bei den Baslern hingegen wird kaum ein Stein auf dem anderen bleiben. Während Captain Onur Akbulut innerhalb der Promotion League wechseln dürfte, wollen Antonio Fischer (Deutschland) und Serkan Korkmaz (Türkei) einen neuen Anlauf im Profifussball nehmen.

Adrian Fleury (Biel?) und Kaltrim Osaj (Solothurn?) dürften sich 1.-Liga-Vereinen anschliessen, die näher bei ihren Wohnorten liegen. Daneben geht man davon aus, dass einige Leistungsträger zu Lokalrivale Black Stars wechseln werden.

«Wir werden nächste Saison eine stark veränderte, jüngere und billigere Mannschaft haben», blickte Sayilir voraus. Der Solothurner wird weiterhin an der Seitenlinie stehen und den OB-Neuaufbau orchestrieren.

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