Der Sieg der Romands war nicht unverdient – und schon gar nicht „gestohlen“. Auch wenn einige Basler Akteure mit dem Schicksal, primär in der Form von Ref Scheib, haderten. Sicher, vor dem Führungstreffer der Waadtländer war „Blägg“-Angreifer Oumar Gaye ins „Sandwich“ genommen worden.

Über einen Pfiff, der einen Strafstoss bedeutet hätte, hät­ten sich die Gäste nicht beklagen können. Und nachdem Moyo Ola Uruejoma, nach einer Unachtsamkeit der Gästeabwehr, ausgleichen konnte, bestimmten die Platzherren das Spielgeschehen, nachdem die ersten 45 Minuten mehr den Gästen gehört hatte.

Korrekt war der Penaltypfiff, als Ermin Alic gegen Einwechselspieler Fatah Ahamada im Strafraum bei einer Intervention einen Tick zu spät kam. Und trotz einigen guten Ab­schlussmöglichkeiten blieb es beim 1:2, so dass die „Schwarz-Sterne“ in der nächsten Sai­son keine Cuppartie gegen eine Landesgrösse (wie zuletzt zweimal gegen den FC Zürich und einmal gegen den FC St. Gallen) austragen werden.

Tabakovic not very amused...

Die Partie gegen den Tabellenneunten Erstliga-Gruppe 1 war zu jeder Zeit kurzweilig und beide Teams gingen ein hohes Tempo. Ein veritabler Cupfight, der trotz Kälte und stetem Regen (der Schneefall setzte erst abends nach Abpfiff ein) die Zuschauer wärmte, auch wenn zeitweise die Emotionen fast überborderten.

Black-Trainer Samir Tabakovic monier­te, dass Gasttrainer Alexandre Comisetti (ehemaliger Internationaler) mitsamt Ersatzbank steten Druck auf den Referée ausübte und jeden Pfiff kommentierte oder lauthalt protes­tierte. Aber auch der frühere Profispieler weiss, dass aktuell die Kaderbreite eingeschränkt ist und er auf der Ersatzbank über (zu) wenige Alternativen verfügt.

„Es war ein sehr gutes Spiel, das keinen Verlierer verdient hätte; man muss die Nie­derlage in Anstand und fair akzeptieren“, rief FCBS-Sportchef Peter Faé zur Besonnenheit auf. Und damit lag der „Mister Black Stars“ richtig. Es gibt Niederlagen, die auch eine Art Sieg sind. Das war am Samstag auf dem Buschweilerhof der Fall.