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Der STV Baden findet am Bodensee zurück auf die Siegerstrasse

Die Badener bezwingen auswärts den HSC Kreuzlingen mit 32:28.

Die Badener bezwingen auswärts den HSC Kreuzlingen mit 32:28.

Städtli 1 gewinnt dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung das umkämpfte Spiel gegen den Aufsteiger HSC Kreuzlingen. Zudem profitiert der STV Baden von der Auswärtsniederlage von Stäfa in Möhlin. Denn damit bleiben die Badener auf Tuchfühlung mit der Tabellenspitze.

Die Vorzeichen für dieses Spitzenspiel standen eindeutig besser für die Gastgeber vom Bodensee. Während die überraschend starken Aufsteiger vergangenes Wochenende gegen die Kadetten Espoirs in Schaffhausen gewinnen konnten, setzte es für den STV Baden in Gossau eine deutliche Niederlage ab – die zweite innert Wochenfrist.

Vor allem die ansonsten starke Abwehr agierte ungenügend. Entsprechend mussten 41 Gegentreffer hingenommen werden. Dass es im Spiel gegen den Tabellennachbarn um viel ging, merkte man dem zwischenzeitlich auf den dritten Rang abgerutschten Team um Trainer Björn Navarin an.

Während die Kreuzlinger sofort ins Spiel fanden, geduldig die Spielzüge ausführten und zu erfolgreichen Abschlüssen kamen, starteten die Badener nervös und mit einigen überhasteten Torwürfen, was schnell zu einem Dreitorerückstand führte.

Sehenswerte Einzelleistungen nach frühem Rückstand

Auffälligster Spieler zu Beginn war Valon Dedaj. Der Kreuzlinger Spielermacher setzte seine Mitspieler in dieser Phase hervorragend in Szene, glänzte aber auch selber immer wieder mit erfolgreichen Abschlüssen. Herausragende 11 Tore konnte sich der 30-jährige Topscorer an diesem Abend gutschreiben lassen.

Doch anders als in den vergangenen beiden Partien liessen sich die Badener vom starken Auftreten des Gegners nicht beirren. Die beherzten Aktionen in der Verteidigung und die schnell ausgeführten Angriffsbemühungen begannen sich auch auf Badener Seite auszuzahlen, und so war nach knapp einer Viertelstunde der Anschluss wieder geschafft.

Den Torgaranten Pascal Bühler (insgesamt 6 Tore), Flügelspieler Seppi Zuber (7 Tore) und dem wurfgewaltigen Aufbauspieler Malvin Patzack (6 Tore) gelangen nun etliche sehenswerte Einzelleistungen, so dass sich nun die Aargauer ihrerseits mit drei Toren absetzen konnten.

Zeitweise fehlt dem Team aber noch immer die Konstanz. Unnötige technische Fehler ermöglichten dem Gegner wieder ein Herankommen. Entsprechend mit nur einem Tor Vorsprung wurden die Seiten gewechselt.

Erste Heimniederlage zugefügt

Die Limmatstädter starteten gestärkt aus der Kabine in Halbzeit zwei. Die kämpferische Verteidigung wurde nun immer besser durch Torhüter Marco Wyss (12 Paraden) unterstützt, und die Tempoverschärfung der Badener führte nun auf Seiten der Gegner zu etlichen technischen Fehlern und Fehlwürfen.

So sah sich der Kreuzlinger Cheftrainer Martin Keller bereits nach 39 Minuten gezwungen, eine Auszeit zu verlangen um nicht einmal zwei Minuten später gleich mit der zweiten grünen Karte nachzudoppeln. Doch auch diese Spielunterbrüche vermochten die Aargauer Spielfreude an diesem Abend nicht zu trüben: Der Vorsprung wurde in dieser Phase sukzessive auf 6 Tore ausgebaut.

Auch ein letztes Aufbäumen knapp 5 Minuten vor Schluss mit dem Anschlusstreffer zum 26 : 29 verhinderte die erste Heimniederlage der Kreuzlinger in dieser Saison nicht. So konnte Städtli 1 nach 60 Minuten ein verdientes 28:34 bejubeln.

Viel Selbstvertrauen und Gewissheit 

Ein wichtiger Auswärtssieg der wieder Zwischenrang zwei und Anschluss an Tabellenführer Stäfa bedeutet. Vor allem aber dürfte dieser Erfolg viel Selbstvertrauen für die anstehenden Partien gebracht haben und die Gewissheit, dass sowohl das Angriffspiel aber vor allem die Verteidigung wieder bestens funktionierten.

Eine derart geschlossene Mannschaftsleistung wird auch am kommenden Samstag wieder gefragt sein, um zu Hause in der Aue gegen die junge Mannschaft der Spielgemeinschaft Yellow/Pfadi aus Winterthur bestehen zu können.

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