Die 25 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhielten am 22. September 2016 einen Einblick in den Ablauf der Kehrichtverwertung. Mit täglich 300 bis 400 Fahrzeugen aus dem Limmat-, Furt- und Wehntal wird Siedlungsabfall im Kehrichtheizkraftwerk angeliefert. Jährlich werden rund 86000 Tonnen Kehricht verbrannt. Mit dem daraus, nach komplizierter technischer Umwandlung, erzeugten Strom können rund 19.000 Haushalte versorgt werden. Nebenprodukte der Stromerzeugung sind Prozessdampf und Heisswasser für das regionale Fernwärmenetz. Im Sommer wird die Abwärme zur Kühlung von Gebäuden genutzt. Aus dem Doppelkamin (zwei Verbrennungsöfen) steigt übrigens sauberer Wasserdampf. Für die Verbrennung werden keinerlei Zusatzstoffe, wie Oel, verwendet; die notwendige Hitze wird mit eingeleitetem Sauerstoff erzeugt.

Zuerst wurden wir anhand einer Präsentation eindrucksvoll in die diversen Schritte vom Abfallsack bis zum Rückstand der noch verbleibenden Schlacke eingeführt. Anschliessend konnten wir die imposanten, technischen Anlagen besichtigen unter der wiederum kundigen und exzellenten Führung von Heinz Siegenthaler, dem Leiter für die thermische Verwertung.

Nach dem Mittagessen im Restaurant beim Coop-Verteilzentrum wurden wir mit dem Oldie-Tour Limmattalbus zur Biogas Anlage im Werdhölzli gefahren. Gewappnet mit Leuchtwesten und Schuhschonern erhielten wir Einblick ins Herz der Bioabfall-Aufbereitung, ins moderne Vergärwerk. Die beachtlichen technischen Anlagen der Fermentierung, der Entwässerung, der Abluftreinigung, der Nachrotte, der Produktelager und der Biogas-Aufbereitung hinterliessen einen einprägsamen Eindruck. Der Bioabfall wird leider immer noch mit zu viel Kunststoff- und Aluminiumabfällen versetzt angeliefert, die nicht restlos in diversen aufwändigen Arbeitsgängen eliminiert werden können.

Vor der Rückreise mit dem Oldie-Bus nach Dietikon wurde uns noch ein wunderbarer Apéro am Fischteich in der Oase innerhalb des Werdhölzli-Areals offeriert.

Als Fazit können wir mitnehmen, dass im Limmattal das Entsorgungssystem auf dem modernsten Standard eingerichtet ist und immer weiter nach Verbesserungen geforscht wird, um die Umweltbelastung zu reduzieren. Dietikon leistet einen Beitrag zur ökologisch und ökonomisch sinnvollen Sammlung und Verwertung von Siedlungs- und Bioabfall.