Urdorf

Was wäre wenn ... wir kein Glück gehabt hätten?

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AKW Leibstadt (am Rhein)

AKW Leibstadt (am Rhein)

Da hatten wir riesiges Glück! Eine Kernschmelze des AKW Fessenheim als Folge des eindringenden Rheinwassers vor fast zwei Jahren hätte nicht nur das grenznahe Basel, sondern wohl (fast) die ganze Schweiz betroffen. In Basel gab es an jenem 9.4.2014 wenig Wind, aus wechselnden Richtungen, die Wetterlage war stabil, eine Ausbreitung von nuklearem Fallout wohl schwierig prognostizierbar. Unglaublich, dass so ein fast-GAU erst nach Jahren publik wird. Und das in Europa!
Und wie sieht es in der Schweiz aus? Das Atomkraftwerk Beznau I, das älteste AKW der Welt, steht auf einer Insel in der Aare und ist bezüglich Hochwasser besonders stark gefährdet. Die Berechnungen des eidg. Nuklearsicherheitsinspektorats (ENSI) greifen da zu kurz: ein Hochwasser mit Schwemmgut und Geschiebe könnte eine Flutwelle ähnlich wie im Rhein bei Fessenheim oder in Fukushima auslösen. Eine eben erst erteilte Studie «Gefahrengrundlagen für Extremhochwasser an Aare und Rhein» (Exar) soll 2018 verfügbar sein. Bis dann wird mit Nachrüstungen in Hochwasserschutzmassnahmen zugewartet. Angesichts solcher nicht ausschliessbarer Risiken wäre das sofortige Abschalten der ältesten AKW-Generation das einzig Richtige! Die BKW werde das AKW Mühleberg 2019 abschalten. Die Betreiberin AXPO verschliesst die Augen vor möglichen Gefahren in Beznau. Und der Kanton Zürich sitzt mit 36.75% in-/direkter Beteiligung an der AXPO auch mit finanziellen Risiken mit im Boot!
Sonja Gehrig, Kantonsrätin glp, Urdorf

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