Kürzlich reisten 28 Urdorfer Wanderlustige im Rahmen der Urdorfer Seniorenbewegung „Chumm und mach mit!“ für eine Woche nach Sedrun im Bündnerischen Tujetsch. Basis für die Wanderungen war das Hotel La Cruna, in dem sich alle bestens aufgehoben fühlten.

Traditionsgemäss eröffneten die beiden Wanderleiter Karl Thoma und Toni Blaser die sportliche Woche gleich nach der Ankunft mit einer leichten Einstiegswanderung. Diese führte rund um Sedrun und erwies sich als Eröffnungsevent „mit Pauken und Trompeten“, will heissen, ein veritables Berggewitter entlud sich während der letzten halben Stunde über die schliesslich bis auf die Haut durchnässte Schar. Damit aber hatten die Wettergötter ihr Pulver weitgehend verschossen. Zwar sorgten gelegentliche kleine Spritzer für willkommene Abkühlung, doch konnten sämtliche Wanderungen nach Plan durchgeführt werden. Jeden Tag boten die Wanderleiter eine „Genusswanderung“ und eine etwas anstrengendere Tour an, so dass sich die Gruppe meist etwa hälftig aufteilte. Das Programm war vielseitig und begeisterte. Manchmal wanderte man ein Teilstück der 100 km langen Oberländer Wanderroute „Senda Sursilvana“ ab, aber auch idyllische Bergdörfer wie Mutschnengia, aussichtsreiche Berge wie der Cuolm da Vi, smaragdgrüne Bergseen wie der Lag Serein, geheimnisvolle Waldreservate wie die Selvasecca am Lukmanierpass oder Berghütten in einsamer Stille wie die Camona da Meighels waren das Ziel. Dabei genoss die Wanderschar in höheren Lagen einen Bilderbuch-Bergfrühling mit allem, was die alpine Flora so zu bieten hat.

Auf den meisten Wanderungen profitierte die Urdorfer Wandergruppe von der Gästekarte der Region Disentis/Sedrun. Sie ermöglichte unentgeltliche Transporte der Matterhorn-Gotthardbahn und der drei Luftseilbahnen Disentis - Caischavedra, Sedrun - Cuolm da Vi sowie Oberalppass – Schneehüenerstock. Die beiden letztgenannten Bahnen sind brandneu und waren erst seit wenigen Tagen für Wanderer in Betrieb. Obwohl die Wanderwege rund um den Schneehüenerstock wegen grosser Schneefelder noch gesperrt waren, gönnten sich viele der Urdorfer Wandervögel einen Abstecher in die schroffe Bergwelt auf 2600 m Höhe.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden noch lange in den Erinnerungen an die phantastische Tujetscher Bergwelt schwelgen. Ebenso unvergesslich dürften aber auch Aspekte wie das gemeinsame Erleben und der rege gegenseitige Austausch bleiben.

Toni Blaser