Waldspaziergang im Honerret mit dem Förster

 Bei strahlendem Sonnenschein trafen sich am Sonntag morgen Mitglieder der Natur- und Vogelschutzvereine Dietikon und Spreitenbach und des Pilzvereins Dietikon und Umgebung mit dem Förster Felix Holenstein beim Honeretbrünneli. Auf einem Rundgang durch den Wald wurden unter anderem die Themen Waldpflege und Artenvielfalt besprochen. Es wurden wunderschöne, über hundert Jahre alte Eichen bestaunt, die dank dem Einsatz der Holzkorporation überlebten und heute eine wichtige Aufgabe im Ökosystem Wald erfüllen. Über 1000 Tierarten kann eine Eiche Heimat und Nahrung bieten – von Vögeln und Kleinsäugern in Höhlen über Käferlarven in abgestorbenen Ästen bis zu den Wildschweinen, für welche die Eicheln ein Festschmaus sind. Ein Festschmaus für Pilzler ist der Eichhase, der hauptsächlich unter Eichen gefunden wird. Mit den anderen Pilzarten des Waldes bildet er ein engmaschiges unterirdisches Mykorrhiza-Netz, das den Bäumen die Mineralsalz- und Wasseraufnahme erleichtert.

Im Gegenzug erhalten sie von den Bäumen Zuckerverbindungen. Diese faszinierende gegenseitige Abhängigkeit ist Symbol für das sensible ökologische Gleichgewicht Wald, das nur durch eine standortgerechte Pflege durch den Forst und die Waldbesitzer aufrecht erhalten werden kann. Dazu gehört auch das Stehen- und Liegenlassen von Totholz, welches unzähligen Insekten- und Kleintierarten als Nahrung und Wohnraum dient, von Pilzen und Mikroorganismen langsam abgebaut und in Form von Nährstoffen dem Ökosystem Wald wieder zur Verfügung gestellt wird.

Auf dem Rundgang zur Lorenzhütte wurden über 20 Pilzarten entdeckt und mit dem Experten des Pilzvereins bestimmt. Bei der Hütte angekommen, wurden auf dem Feuer Würste gebraten und ein reiches Buffet an Salaten und Kuchen sorgte dafür, dass alle Teilnehmenden gestärkt den Rückweg in Angriff nehmen konnten.

Bericht: Andreas Wolf Pilzverein Dietikon und Umgebung

Bilder: Anton Scheiwiller