CRC: Am Dienstag, 2. Juli 2019, durften 32 junge Berufsleute der Carrosseriebranche in Aarau nach ihrer zwei- bzw. vierjährigen Lehrzeit ihre Berufsdiplome in Empfang nehmen.

Felix Wyss, Präsident carrosserie suisse Aargau, begrüsste im Gasthaus Schützen die frisch diplomierten Berufsleute, ihre Eltern, Angehörigen, Lehrmeister und weitere Gäste: „Ihr habt mit dem Abschluss eurer Lehrzeit den Grundstein für eure weitere Berufsreise gelegt.“ Er wies die „jungen Kolleginnen und Kollegen“ darauf hin, „dass in der Berufswelt heute alles im Wandel ist. So wird auch Ihre Arbeit künftig grossen Veränderungen unterworfen sein. Die heutige Arbeitsweise wird sich weiter ändern und Neues kommt dazu. Carrosseriefachleute werden in der mobilen Gesellschaft immer benötigt, aber im Beruf bestehen nur diejenigen, die sich stetig weiterbilden.“ Für den Präsidenten ist deshalb klar: „Vorwärts geht‘s, steht nie still und bildet euch weiter.“ Für Felix Wyss ist nur eine Sache teurer als Bildung, nämlich keine Bildung. Er wünschte den neu diplomierten Berufsleuten viel Erfolg und Befriedigung in ihrer beruflichen Karriere.

Bevor die Chefexperten die Diplome übergaben, ging das Wort an den Gastreferenten, den Ruderer Yves Schultheiss. Er hatte im Dezember/Januar 2017/18 mit drei Freunden als Team Swiss Mocean an der Atlantik-Ruder-Regatta teilgenommen. Die vier hatten die 4800 km lange Überfahrt von der Kanareninsel La Gomera nach Antigua in der Karibik mit ihrem Ruderboot in 30 Tagen und sechs Stunden geschafft und mit ihrer Parforce-Leistung sogar den 3. Rang von 27 Booten erreicht. Schultheiss erzählte, untermalt mit Videosequenzen, von den Vorbereitungen, den Strapazen auf hoher See, vom Kampf gegen Wind und Wetter und von den psychischen und physischen Herausforderungen: „Dieses Projekt hat mir gezeigt, dass sich der Einsatz für eine Sache immer lohnt.“ Heute geht er mit schwierigen Situationen viel gelassener um.

Die Chefexperten der Fachrichtungen verteilten danach die Diplome an die Kandidatinnen und Kandidaten. Markus Moser, Chefexperte Carrossier/in Spenglerei EFZ, erinnerte daran, dass die Ausbildung auch eine Zeit gewesen sei, bei der Teilziele zu erreichen waren. Von den zehn Prüfungsabsolventen, darunter 5 Repetenten, haben alle die Qualifikation bestanden.

Pascal Lehmann, Chefexperte Carrosserielackierer/in, überreichte die Diplome und wies darauf hin, dass von den 18 EFZ-Kandidaten alle die Prüfungen bestanden haben. Bei den EBA-Absolventen haben 7 von 8 ihr Ziel erreicht.

Peter Bucheli, Berufsschullehrer, übergab den drei neuen Fahrzeugschlossern ihre Ausweise. Dann stellte er Beat Näf vor, dem der schweizweit beste Abschluss (5,4) gelang und der jetzt an den SwissSkills teilnehmen kann.

Die Kandidaten mit einer Gesamtnote von 5,0 und mehr erhielten zusätzlich zu ihrem Diplom auch ein Geschenk. Die besten drei jedes Berufes auch einen Anteil aus dem Bussengeld, welches sich während der Ausbildungszeit an der Berufsschule angesammelt hat. Mit einem Apéro riche fand die Diplomfeier ihren geselligen Abschluss.

Folgende Lernende schlossen mit 5,0 und besser ab:

Carrossier/in Spenglerei EFZ

Van der Heide Robin, Carrosserie Maier GmbH, Stilli, 5,0

Carrossier/in Lackiererei EFZ

Schnarr Maximilian, Maurer AG, Buchs, 5,1

Lackierassistent/in EBA

Ismail Ahmad, Maurer AG, Buchs, 5,2

De Cesaris Nico, Bürgin Rupperswil AG, Rupperswil, 5,1

Kaya Randy, Fankhauser GmbH, Muri, 5,0

Martinez Cédric Raphael, Spritzwerk Hallauer, Tägerig, 5,0

Reich Patrick, J+S Simon AG, Rupperswil, 5,0

Fahrzeugschlosser EFZ

Näf Beat, Notterkran AG, Boswil, 5,4