Die Voraussetzungen konnten nicht besser sein: Strahlendes Wetter mit allerdings tropischen Temperaturen, die ohne den ständigen Einsatz von Head Marshall H.J. Kiefer mit kühlenden Tüchern nicht zu bewältigen gewesen wären, dazu ein makelloser Golfplatz und eine brillante Organisation unter Hanne Wyss. Dies half mit, die stolze Summe von Fr. 35 000 für die beiden Stiftungen zusammen zu bringen. Dank den grosszügigen Sponsoren und generösen Teilnehmern war diesem erstmalig durchgeführtem Turnier ein Grosserfolg beschienen.

Hilfe zur Selbsthilfe und zum Überleben

Die Stiftungen wurde von den Präsidenten vorgestellt, Giancarlo Bombardieri vertrat die Marfan Stiftung und Paul Vogt die EurAsia Heart Stiftung.

Noch immer ist es so, dass die Marfan Krankheit, welcher eine genetisch bedingte Bindegewebsschwäche zugrunde liegt, häufig nicht erkannt wird und deshalb einen fatalen Verlauf beim Auftreten eines Hauptschlagader Riss nehmen kann. Zudem sind die Betroffenen, von denen es über 2000 Patienten in der Schweiz gibt, im täglichen Leben und der Berufswahl eingeschränkt. In der Schweiz bestehen mehrere Marfan Zentren. Allerdings treten immer wieder Schwierigkeiten beim Gen Test und der ausserkantonalen Betreuungen mit den Krankenkassen auf. Hier setzt die Hilfe der Marfan Stiftung ein. Dank der Spende kann die Entwicklung einer „Marfan-School“ vorangetrieben werden um die betreuenden Haus-Ärzte zu sensibilisieren und spezifisch weiterzubilden. Link: www.marfan.ch

Paul Vogt, Herzchirurg an der Klinik im Park in Zürich und Initiator der Stiftung, ist seit vielen Jahren an vorderster Front für die EurAsia Heart Stiftung mit unermüdlichem Einsatz engagiert. Angeborene Herzfehler stellen bei Kindern eine der häufigsten Todesursachen dar in den Entwicklungsländern. Die Herzzentren in Entwicklungs- und Schwellenländern weisen aufgrund fehlender Erfahrung und Infrastruktur eine enorm hohe operationsbedingte Sterblichkeit (bis 50%!) auf. Sehr häufig fehlen die finanziellen Ressourcen um die lebenswichtigen Eingriffe durchführen zu können. Die Stiftung hat zum Ziel, die Spitäler gezielt auf allen Ebenen (Herzchirurgie, Kardiologie, Anästhesie und apparativ) auszubilden. Es gelingt damit, den Operationserfolg dramatisch zu steigern, sodass nur noch wenige Prozent den Eingriff nicht überleben. Die anfallenden Operations- und Heilungskosten nehmen einen Bruchteil des Betrags im Vergleich zur Schweiz ein, sodass die gesponserte Summe erlaubt es etwa 100 Kinder mehr zu behandeln. Wahrlich ein Geschenk fürs Leben. Link: www.eurasiaheart.ch

Überwältigende Tombola und erfolgreiche Versteigerung
Die Tombola mit garantierten Gewinnchancen stellte ein absoluter Höhepunkt dar. Da kam rasch der Vergleich mit viel grösseren Anlässen wie Opernball usw. auf. Kaum ein Teilnehmer konnte es sich verkneifen die über 300 Preise inklusive Uhren, Golf- und sogar Skiausrüstungen (die nächste Golfpause kommt bestimmt....) zu begutachten und auf sein Glück zu hoffen. Logischerweise fanden die 1200 Lose reissenden Absatz zumal sie von reizenden Studentinnen als Glücksgöttinnen angeboten wurden.

Club Mitglied Conradin Cathomen, ehemaliger Spitzenskifahrer und Abfahrt Vizeweltmeister, entpuppte sich einmal mehr als brillanter Versteigerer. Ein Golfwochenende, Freikarten für das Swiss Indoors Open in Basel und eine begehrte Runde mit Caroline Rominger im Golfclub Unterengstringen, welche die Touring Proette von sich aus sponserte, brachten grosse Erträge. Das Rominger Los war sehr begehrt und wurde für die stolze Summe von 1500 Fr. zugeschlagen – grosses Privileg und Lernstunde für den Ersteigerer.

Wohl gesättigt durch das reichhaltige Buffet und tanzenderweise zu den Klängen von DJs Marvellous 80 endete eine Tropennacht im Golfclub Unterengstringen, die noch lange in Erinnerung bleiben wird. Nicht zuletzt bei den dankbaren Patienten, welche dank diesem Abend so grosszügig unterstützt werden. A la prochaine ….

Res Jost, Präsident GC Unterengstringen