Dietikon

Versammlung der SP Limmattal mit Regierungsrat Mario Fehr

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Am Montag, dem 4. Mai 2015, versammelte sich die SP Limmattal im Restaurant «Bären» in Dietikon. Zuvor hatte sich im selben Lokal der Vorstand der Sektion beraten. Kantonsrat Rolf Steiner begrüsste die gut 20 anwesenden Genossinnen und Genossen kurz nach 19.30 Uhr zur Versammlung und kündete gleich den für 20 Uhr erwarteten Gast, SP-Regierungsrat Mario Fehr, an, für dessen Erscheinen die Traktandenliste kurzerhand leicht umgestellt wurde: Die Nominationen der SP Limmattal für die diesjährigen Nationalratswahlen sowie für die ordentliche Staatsanwaltschaft wurden vorgezogen. Mit einstimmigem Applaus folgte die Versammlung dem Vorschlag des Vorstandes, Yvonne Apyio Brändle-Amolo aus Weiningen sowie Manuel Peer und Zeljko Vuksanovic aus Dietikon für die Nationalratsliste der SP Kanton Zürich vorzuschlagen. Dabei erläuterte Rolf Steiner auch noch kurz das interne Vorgehen bei der Zusammenstellung der Liste. Der anwesende Manuel Peer begründete sein Bestreben zur Kandidatur damit, dass er der Partei helfen und sich „vernünftig engagieren“ wolle. Yvonne Apyio Brändle-Amolo, die an jenem Abend der Biennale in Venedig als ausstellende Künstlerin beiwohnte, hatte Präsident Steiner in einer Email geschrieben, sie stelle sich aufgrund der vielen positiven und bestärkenden Rückmeldungen aus dem diesjährigen Kantonsratswahlkampf zur Verfügung; sie wolle sich insbesondere für die Frauen, die Kultur und die Integration starkmachen.

Anschliessend wurde die 32järhige Juristin Claudia Jucker, ebenfalls einstimmig, als ordentliche Staatsanwältin nominiert. Es folgte eine Pause von wenigen Minuten und das Warten auf den prominenten Gast, der um 20.04 Uhr unten bei der Kegelbahn des «Bären» eintraf: Regierungsrat Mario Fehr wurde herzlich willkommen geheissen, bestellte einen Kaffee und begann sogleich von seiner Tätigkeit als (frisch wiedergewählter) Zürcher Regierungsrat zu berichten. Als erstes sprach er den knappen Entscheid im Kantonsrat zu den SKOS-Richtlinien an, dann erläuterte er seine zahlreichen Aufgabenbereiche, das Passbüro, das Strassenverkehrsamt, das Amt für Militär und Zivilschutz und auch seine Funktion als Sportminister des Kantons; immer wieder kam er an diesem Abend auf den Sport und seine Affinität zum Fussball zu sprechen. In diesem Zusammenhang erläuterte er auch seine Funktion als Polizeivorsteher und fand viele lobende Worte für seine Leute in diesem Departement. Zudem fügte er an, es gäbe viele gewaltbereite junge Leute, vor allem in der Stadt Zürich, denen es um die Auseinandersetzung mit der Polizei ginge. Auch den Staatsschutz sparte Mario Fehr nicht aus und betonte dabei: «Prävention ist wichtig.» Bei der Polizeiarbeit gehe es in erster Linie um Deeskalation. Auch das Migrations- und das Sozialamt, welche ebenfalls in seinen Aufgabenbereich fallen, kamen zur Sprache. Der SP-Regierungsrat ging unter anderem auch auf die sogenannten «Härtefälle» ein. Davon gäbe es sehr wenige: «Wir müssen für die Härtefallkommission kämpfen», sagte er. Bei der anschliessenden Fragestunde diskutierten die Anwesenden Limmattaler Genossinen und Genossen noch eine ganze Weile angeregt mit Regierungsrat Fehr über diverse Themen – unter anderem auch darüber, wie man es anstellt, als Exekutivpolitiker auf dem Boden zu bleiben. Dazu Mario Fehr: «Meine Leute dürfen alles kritisieren; aber immer vor dem Entscheid.» Zudem pflege er privat ein politisches Umfeld. Trotz seiner Bodenständigkeit, die er auf die Anwesenden zweifelsohne ausstrahlte meinte er dennoch schmunzelnd: «Ich gewinne gerne.» Nach angeregten Diskussionen und interessanten Erläuterungen Mario Fehrs schloss Präsident Rolf Steiner die Versammlung aus Zeitgründen um 21.45 Uhr und verzichtete auf das Restprogramm. Die Abstimmungsparolen inklusive Erläuterungen werde er nachreichen, so Steiner. Zum Abschied wurden Mario Fehr zwei Flaschen Wein überreicht – nicht aus Weiningen, sondern aus Oberengstringen. Nach einem letzten Umtrunk machten sich nach 22 Uhr alle Genossinnen und Genossen auf den Heimweg. Ein kurzweiliger und informativer Abend fand einen gelungenen Ausklang.

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