Schlieren

Veloplausch Schlieren auf der 4-tägigen Velotour im Bündnerland

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Zwölf unverwüstliche Seniorinnen und Senioren starteten Ende Juni zur jährlichen, mehrtägigen Velotour. Alle waren mit einem E-Bike unterwegs, und so waren Steigungen für uns kein Problem. Doch zunächst ging es mit dem Zug bis Disentis. Die Fahrt mit der Rhätischen Bahn durch die Rheinschlucht, dem Grand Canyon der Schweiz, war das erste Highlight. Nach der Ankunft in Disentis am Montagnachmittag stiegen wir in die Sättel zur ersten Etappe, die durch die Surselva auf und ab, oft dem Rhein entlang bis nach Ilanz führte. Eine herrliche, abwechslungsreiche Strecke mit viel Naturstrasse. Im Hotel in Ilanz wartete bereits unser «Gepäcktransporteur» Hansruedi Ott. Ohne seine Hilfe hätten wir die Reise nicht durchführen können.

Am zweiten Tag fuhren wir hinauf nach Versam und runter in die Rheinschlucht und anschliessend wieder hinauf. Wir genossen das grandiose Schauspiel des Grand Canyons der Schweiz von oben. Schon vor dem Mittag erreichten wir Rhäzüns. Es war heiss. Sehr heiss. Wir beschlossen, nach Thusis zu fahren. Ein Schwumm im dortigen Waldbad verhiess Kühlung. Der erste Kilometer auf einem Bike-Trail dem Rhein entlang forderte wohl alle Teilnehmer. Wilkommen war der Wechsel auf einen schönen Weg am Rhein. Weit ab vom Strassenverkehr. Im Bad Thusis konnten wir uns erholen und verpflegen. Gestärkt und erfrischt fuhren wir am späteren Nachmittag auf der Veloroute 6 das Domleschg hinunter und über den Polenweg zu unserem nächsten Übernachtungspunkt in Domat/Ems. Hier liessen wir uns im schönen Garten vom Hotel Sternen verwöhnen.

Der dritte Tag führte uns weiter dem Rhein entlang, viel im Schatten der Bäume und Sträucher bis nach Bad Ragaz. Auch hier machten wir wieder einen Abstecher in die Badi, bevor es weiter ging nach Sargans, Mels. In Ragnatsch, setzten wir uns in die Seilbahn nach Palfries zum Berghotel. Unsere Fahruntersätze parkierten wir an der Talstation. Die Bahnfahrt bis auf über 1700 Meter war eindrucksvoll. Auf den Alpwiesen blühte eine fantastische Alpenflora. Alpenrosen, Enzian gross und klein, Bachrollen, Männertreu u.a.m. Beim Hotel erwartete uns Hansruedi mit dem Gepäck, der die kurvenreiche, enge und holprige Bergfahrt mit dem Auto nahm.

Die Aussicht vom Berggasthof Palfries am Fusse des 2342m hohen Alviers auf die gegenüberliegenden Berge: Ringespitz, Pizol, Flumserberge mit Guscha, Spitzmeilen u.a.m. sowie die Churfirstenkette bei schönstem Sonnenschein war überwältigend. Unter uns breitete sich das Seeztal aus, und am Ende des Tals glitzerte der Walensee. Das war wohl der Höhepunkt unserer Tour. Im Berggasthaus wurden wir von der quirligen Wirtin Rita bestens verpflegt und betreut.

Den vierten Tag disponierten wir um. Eigentlich wollten wir weiter dem Rhein entlang zum Bodensee. In Anbetracht es heissen Wetters. - es wurden 35Grad angesagt - entschieden wir uns für die Strecke zum Walensee. Auch hier lockte das kühle Wasser zu einem Bad. Evi Ott kam dank der Grösse des Walensees auf ihre Rechnung. Sie hatte viel Platz und Ruhe zum Schwimmen. Im Restaurant Seehof liessen wir uns zum letzten Mal kulinarisch verwöhnen. Nachher ging es wieder auf der Veloroute dem Walensee entlang bis Weesen. In Ziegelbrücke endete unsere Reise, und wir stiegen vom Velo um auf den Zug nach Zürich.

In den vier Tagen lernten wir eine interessante Ecke der Schweiz kennen und lieben. Dank unserer Vorsicht und der Nachsicht der anderen Strassenbenutzer sind wir Heil nach Schlieren gekommen.

Bruno T. Gächter, Veloplausch Schlieren

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