Einmal für eine Woche den Alltag hinter sich zu lassen und in der frischen Bergluft ausgiebig zu wandern –  das gönnten sich vor kurzem 34 Urdorfer „Chumm und mach mit!“-Seniorinnen und Senioren. Im komfortablen Sporthotel in Pontresina untergebracht, konnten sie jeden Tag zwischen einer einfacheren und einer anspruchsvolleren Tour auswählen, die ihnen die beiden Wanderleiter Karl Thoma und Toni Blaser anboten.  

So erlebten die bewegungshungrigen Altmeister des Wandersports zahlreiche Facetten der prächtigen Engadiner Landschaft. Eine Einstiegswanderung führte gleich nach der Anreise durch den alpenrosengeschmückten Stazerwald. Im weiteren Verlauf faszinierte die Wildnis des Schweizer Nationalparks im Val Trupchun ebenso wie der blumenreiche Übergang vom Val Bever ins Albulatal. Auch das Herumtollen der drolligen Murmeltiere im Val Languard entzückte die Wanderer. Auf dem Engadiner Höhenweg konnte das gepflegte „Heidi“- Dörfchen Gravasalvas bestaunt werden, bei der Alp Grüm die zwar zusehends schwindende, aber immer noch imposante Gletscherwelt. Auf einer Wanderung zur Zunge des Morteratschgletschers wurde den Urdorfern der Gletscherrückgang besonders drastisch vor Augen geführt.

Zum Wochenprogramm gehörten auch ein beschaulicher Bummel dem Silvaplaner- und Silsersee entlang und das Bestaunen eindrücklicher Gletschtöpfe. Auf der klassischen Höhenwanderung von der Alp Languard, wo man ein ausgiebiges Frühstück einnahm, zum Muottas Muragl genoss man die überwältigende Aussicht auf die Seen und die unzähligen Dreitausender. Wer sich einen saftigen Aufstieg zumutete, belohnte sich mit dieser Aussicht gar von der Segantinihütte aus. Höhepunkt im wörtlichen Sinn war die Besteigung des 3207m hohen Munt Pers von der Diavolezza aus. Wegen der dünnen Luft wagte sich allerdings nur ein kleines Grüppchen an dieses Unternehmen.

Ebenso sehr wie die Wanderungen selber schätzten die Urdorfer Wandervögel die vielen sozialen Kontakte, welche das gemeinsame Erleben in oft wechselnder Zusammensetzung ermöglichte. Viele von ihnen werden auch nächstes Jahr wieder dabei sein, und zwar in Sedrun im Bündner Oberland.