Vorweg, der „Höchste Zürcher“ ist keiner aus der Promi-Szene“. Es handelt sich um den höchsten Berg im Kanton Zürich: das Schnebelhorn (1292m), zuhinterst im Tösstal. Die Urdorfer Senioren-Wandergruppe „Chumm und mach mit“ hatte sich diesen Berg zum ambitiösen Ziel gesetzt und die wohl anspruchsvollste Route ausgewählt. Für die 30 Teilnehmer begann die Tour beim Bahnhof Steg mit einem lockeren Warm Up-Einlaufen. Doch bald folgte der Aufstieg, die Direttissima über die steile Nord/West-Flanke, eine echte Herausforderung. Zwar kein Klettern - dafür ein „Treppeln“. Über einige hundert Stufen hinauf musste gleich zum Anfang eine Höhendifferenz von über 300 Meter überwunden werden - eine Steigung von über 50 Prozent! - und das, in knapp einer Stunde! Für gleichmässigen Schritt, angepasstes Tempo und kein unnötiges Stehenbleiben sorgten die rüstigen, erfahrenen Seniorinnen an der Spitze der Gruppe. Chapeau! Von der Stralegg ging es in entspanntem Gang weiter zur Alpwirtschaft Tierhag. Während die „Extrem“-Bergsteiger“ direkt zum Schnebelhorn-Gipfel weiterstürmten, machten es sich die „Zurückgebliebenen“ in der gemütlichen Gaststube des Basislagers bequem. Pünktlich um die Mittagszeit traf dann die von Meteo prognostizierte Wetteränderung ein. Diese kippte allerdings auf die andere Seite - als vorausgesagt. Die zurückkehrenden Gipfelstürmer lieferten den triefenden Beweis . . . Beim währschaften Älpler-Zmittag waren die Strapazen schnell vergessen und auch der Flüssigkeitsverlust vom Vormittag konnte wieder ausgeglichen werden. Der Abstieg führte über eine leichtere Wegvariante nach Steg zurück. Zwar gleich viele Höhenmeter, allerdings nur wenige Stufen, dafür einige Meter länger. Das Atmen fiel auch leichter, es war wieder plaudern, scherzen und lachen angesagt. Und, die angekündigte Wetteränderung - ist beim Abstieg auch noch auf die richtige Seite gekippt . . .