Es fehlten 96 Stimmen, um die akuten Kapazitätsprobleme des Fussballclubs zu lösen.  Das Uitiker Stimmvolk hat sich mit einer knappen Mehrheit gegen einen Kunstrasenplatz mit Garderobenprovisorium  ausgesprochen und dies obwohl der Fussballclub über eine halbe Million eigene Mittel aufgebracht hatte. Der FC ist nun gezwungen die Wartelisten auszubauen, kann seine Juniorenpyramide nicht  hochziehen und muss weiterhin mit massiven „Engpässen“ und Notfallmanagement leben. Die Suppe eingebrockt hat der lokale Tennisclub, der über 1 ½ Jahre lang die Erweiterungspläne für die gemeinsamen Sportanlagen verzögert und am Ende zur Ablehnung empfohlen hat. Mit gezielter Verbreitung von Falschdarstellungen und Verdrehen von Tatsachen ist es dem  Tennisclub bedauerlicherweise gelungen, die Bevölkerung zu verunsichern und das von der Gemeinde vorgelegte Projekt zu verwerfen. Die Gesamtvorlage hat die Verankerungen für die geforderte Tennishalle bereits beinhaltet. Und selbst beider Minimalvariante (netto 1,9 Mio.) wären für den Tennisclub alle Optionen offen geblieben, seine Vision 2020 später umzusetzen.

Die Ablehnung der Vorlage durch den TCU wurde damit begründet, dass die erst gegen Ende der Projektphase geforderte Tennishalle nicht in die Gesamtvorlage eingebaut wurde. Dabei wurde dem TCU Vorstand anlässlich jeder der gemeinsamen Sitzungen unmissverständlich erläutert, dass es die Finanzen der Gemeinde nicht zulassen, das Projekt x-beliebig aufzublähen. Der Einbau einer Halle wäre nicht mehrheitsfähig, ausser der Tennisclub würde, ebenso wie der FC, einen eigenen Beitrag dazu leisten. Dazu war er offenbar noch nicht bereit. Nun fordert er, um gut dazustehen, Neuverhandlungen mit dem Slogan „für die Uitiker Kinder“. Doch das Vertrauensverhältnis zur TCU-Vereinsleitung ist zerstört. Am 30. August 2011 hat diese dem Vorstand des FC unmissverständlich mitgeteilt, dass „kein einziges Mitglied“ des TCU einen  Fussballplatz neben die Tennisplätze zulassen werde. Die Ziele des Tennisclubvorstands sind erreicht und wie man hört, etwa die Hälfte der Mitglieder zufrieden und die andere schüttelt den Kopf. Eine sehr unsportliche Geschichte zum Leidwesen der Uitikoner Jugend. Das traurige Fazit bleibt: Eine knappe Mehrheit des Uitikoner Stimmvolkeswollte einer aufstrebenden, positiven und nachhaltigen Entwicklung keine Chance geben. Die Junioren des FC hatten Tränen in den Augen, als sie von der Niederlage des Sports in Uitikon erfuhren.