Frick

Über 150 Mädchen haben am kantonalen Mädchen*kulturtag in Frick teilgenommen

megaphoneLeserbeitrag aus FrickFrick
ein buntes Meer von Ballonen

ein buntes Meer von Ballonen

Am vergangenen Samstag 09.11.2019 sind über 150 Mädchen aus dem ganzen Aargau mit den Jugendarbeiterinnen aus ihrer Gemeinde nach Frick geströmt, wo der kantonale Mädchen*kulturtag stattfand. Dieser findet jährlich in einer anderen Gemeinde statt und wird von der Jugendarbeit Aargau kurz AGJA organisiert.

Unter dem Motto “Colour your life” konnten die Mädchen einen abwechslungsreichen Tag erleben. Bei dem gemeinsamen Einstieg verwandelten die Teilnehmerinnen die Mehrzweckhalle in ein buntes Meer von Ballonen. Anschließend erzählten die zwei jungen Aktivistinnen Jessica und Sulamit allen anwesenden Mädchen warum sie sich für die Klimajugend engagieren, welche Folgen der Klimawandel hat und wie dieser überhaupt zustande kommt.

Die darauffolgenden Workshops fanden bei der Schulanlage Ebnet statt. Ganz dem Motto entsprechend konnten die Mädchen aus einem vielfältigen Angebot zwei Workshops aussuchen, die sie besuchen durften. In der Schmuckwerkstatt, beim Songwriting oder beim Graffitisprayen konnten die jungen Frauen ihrer Kreativität freien Lauf lassen. In der Turnhalle kletterten die Teilnehmerinnen per Vertikaltuch hoch hinaus oder sprangen via Trampolin über ihren Schatten. In der Aula lernten die Mädchen beim Hiphop, dass keine Bewegung falsch ist. In der Schulküche wurden farbige, gesunde Smoothies gemixt und im Horror-Makeup Workshop gruslige Wunden geschminkt. Im Workshop Naturkosmetik stellten die Mädchen eigene Mascara und andere Produkte her, die sie sonst nur aus dem Regal in den Einkaufshäusern kennen.

Der Mädchen*kulturtag verfolgt das Ziel, Mädchen einen geschlechtshomogenen Raum anzubieten, wo sie experimentieren und neues lernen können. Sie sollen Stärken erproben und ausbauen können und dadurch in ihrem Selbstbewusstsein gestärkt werden.

Die Projektleiterinnen Annika Bättig und Ursina Avula sind zuversichtlich, dass sie dieses Ziel erreichen konnten. Um die Zielerreichung zu überprüfen und die Mädchen so viel wie möglich einzubeziehen, findet am Ende des Tages jeweils eine Auswertung statt. “Wir sind momentan noch dabei, diese Rückmeldungen auszuwerten. Einige weisen jedoch darauf hin, dass der Mädchen*kulturtag viel Raum für neue Erfahrungen bietet.”

So beispielsweise diese Rückmeldung eines Mädchens: “'ich habe heute gelernt, dass man aus alten Sachen neue machen kann, dass es Zeit braucht bis man etwas wirklich gut kann und dass man mega viel Spass haben kann, wenn man sich etwas traut.”

Zum Abschluss des Tages fand ein gemeinsames Nachtessen und eine Disco statt. Ausserdem durften die Mädchen alte Kleider mitbringen, die ihnen zu klein waren oder die sie nicht mehr mochten. Diese wurden von den Jugendarbeiterinnen zu einem ansprechenden Kleidertausch arrangiert.

Die Projektleitung der AGJA bedankt sich bei allen Sponsoren und Unterstützenden des Projekts. Besonderen Dank gilt dem Swisslos Fonds Kanton Aargau, dem NAB CHarity Award, der Gemeinde Frick, dem Jugendnetz Siggenthal u.v.m.

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