Sommerhöck Trachtenchor Schlieren.

Landauf, landab finden momentan die traditionellen Ferienhöcks der verschiedenen Vereine statt. So lud auch der Schlieremer Trachtenchor zu einem solchen seine Sängerinnen ein. An einem lauen Sommerabend versammelten wir uns um 18 Uhr beim Ortsmuseum Schlieren zu einer Zeitreise in die Vergangenheit.
Rösli Dedik und Peter Holthausen erzählten uns viel Wissenswertes und Skuriles über die Schule von einst, zum Beispiel durften damals keine Frauen als Lehrerinnen tätig sein, ausser als Vikarinnen. Sie mussten sich schwarz kleiden, auch streng verboten waren Männerbekanntschaften. Hatte eine Lehrerin trotzdem einen Freund und  wurde dies bekannt, musste sie den Schuldienst sofort quittieren. Es gab auch grosse Klassenunterschiede, schon unter den Kindern. Jene aus einem gutsituiertem Elternhaus besassen schöne Schultheks aus bestem Leder, hergestellt vom Sattler, während die armen Kinder mit einem alten Schultornister vorlieb nehmen mussten. Die Schulhäuser wurden früher mit Holz geheizt. Das erforderte viel Heizmaterial, darum mussten während der Heizperiode, alle Kinder jeden Tag ein Scheit Holz mitbringen. Natürlich reichte das nicht, doch es war immerhin ein Zustupf. Eine Teilnehmerin unserer Besichtigung, das Rösli, besuchte während den Dreissiger- und Vierzigerjahren in Schlieren die Schule und sie erinnert sich gut an diesen Brauch.

Nach der Besichtigung begaben wir uns zum Pizzaplausch in die Herrenwiesenstrasse, wo uns in der gemütlichen Gartenwirtschaft, der Trattoria Italiano schön gedeckte Tische erwarteten.

Der kreative Pizzaiolo buk grosse Pizze von allen Sorten, die schon geschnitten serviert wurden. So konnten wir uns von allen bedienen, chaqu'un á son goût.

Bei fröhlichen Gesprächen liessen wir den Abend ausklingen und begaben uns zufrieden auf den Heimweg.

Besten Dank dem Vorstand für diesen gelungenen Abend.

Annemarie Gruber