Die Anfahrt führte nach Elm (GL), zu hinderst im Sernftal, mit der S-Bahn, von Zürich direkt nach Schwanden - ohne Umsteigen!
Gleich zu Beginn ein erster Höhepunkt: die spektakuläre Busfahrt, von Elm hinauf nach Obererbs, auf 1700m. Künstler leben vom Applaus - auch der Buschauffeur. Während der kurvenreichen, steilen Bergfahrt wurde er für seine Steuerkünste, von den über vierzig Senioren der Urdorfer Wandergruppe „Chumm und mach mit“, wiederholt mit „Sitting Ovations“ gefeiert.
Nach einem Alpen-Znüni in der Skihütte startet die Bergwanderung in Richtung Sommer- und Wintersport-Zentrum „Ämpächli“, oberhalb Elm. Eine abwechslungsreiche Route immer auf gleicher Höhe, mit leichtem Auf und Ab, inmitten „zackiger“, frisch verschneiter Kulisse.
Unterwegs ein Erlebnis, das die Wanderer nachhaltig beeindruckte. Auf einer weiten, offenen Alpweide mit -zig Kühen sorgte ein einziger Hirtenhund für Ruhe und Ordnung in der Herde. „Ferngesteuert“ von einem Hirten, der aus einigen „hundert“ Metern durch lautes Zurufen mit seinem Assistenten „kommunizierte“. Zum Erstaunen der Wanderer erledigte der Vierbeiner seinen Job effizient und erfolgreich - ein perfekt eingespieltes „Dream Team“. Im digitalen Zeitalter von GPS, Smartphones ein schon fast „prähistorischer Führungsstil“ - der aber einwandfrei funktioniert.
Nach der Mittagsrast auf “Ampächli“ folgte unten im Tal ein kulturell/historischer Gang durch Elm. Die beiden Mitwanderer Peter Meier, Leiter der Pro Senectute Ortsvertretung Urdorf, und seine Gemahlin, Elisabeth Meier, eine echte Glarnerin, führten kompetent und unterhaltsam durch Geschichte, Entwicklung und Bevölkerung des über die Landesgrenzen hinaus bekannten Bergdorfes. Eine spannende und interessante „Story“: Stichworte wie General Suworow (1799), Bergsturz (1881), Elmer Citro, UNESCO-Weltnaturerbe Tektonik-Arena, Schiefer-Abbau, Martinsloch, Wintersport-Erfolge. Ein Dorf mit rund 700 Einwohner - und einer bewegten und spannenden Vergangenheit. Für die Senioren-Wanderer aus der „Stadt“ Urdorf ein beeindruckendes Erlebnis

Walter Bruhin