Weiningen (ZH)

Römisch Träumen

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„Antreten!“ Ungewohnt militärisch begrüsst der Optio Lucius die SchülerInnen der Oberstufe Weiningen in Vindonissa im Legionärslager. In dem zweitägigen Workshop sollten die Jugendlichen das Leben eines römischen Legionärs vor 2000 Jahren am eigenen Leib erfahren. Neben einem romanisierten Namen und einer Tunika, gehörten auch harte Umgangsformen zum Alltag der römischen Legionäre. Die Mädchen kichern. Lucius ist nicht zimperlich und kommandiert die Jugendlichen ab zum Wasserholen, Kornmahlen oder Gemüseschneiden. Jeglicher Komfort des 21. Jahrhunderts musste zuvor abgegeben werden. Das Abendessen war typisch römisch mit einem Gemüsebrei, Wurst und Käse. Besonders Mutige versuchten die Fischsauce oder auch den Apfelessig, mit welchem die Legionäre ihr Wasser desinfizierten. Erneut erschallte Lucius laute Stimme im Lager und die SchülerInnen mussten zum Exerzieren antreten: Geübt wurde das Marschieren, Verteidigung und Angriff mit Schild und dem Pilum, aber auch der Nahkampf mit dem Gladio, dem römischen Kurzschwert. Besonders die Jungen blühten bei diesen Aktivitäten auf. Doch schon bald war es zu dunkel, um zu trainieren und die geschafften Neu-Legionäre sammelten sich um das Lagerfeuer, während Lucius über das römische Reich und die Götter erzählte. Danach begann die Nachtruhe. Wer diese nicht einhielt wurde von Lucius hart bestraft. Geschlafen wurde in authentischen Legionärsunterkünften zu acht auf Stroh. Als die Sonne aufging, knisterte bereits wieder ein Feuer im Hof. Die SchülerInnen hasteten durch das Lager, um erneut Wasser zu holen und römisches Fladenbrot zu backen. Danach wurde noch das herrschaftliche Haus des Centurio besichtigt. Schliesslich entliess Lucius die SchülerInnen nach erfolgreich bestandener Dienstzeit wieder in die Gegenwart. Fragt man die SchülerInnen, was ihnen am besten gefallen habe, fallen die Antworten ganz unterschiedlich aus: Die Jungen mochten das Exerzieren und ihren Chef Lucius, die Mädchen eher das Kochen und die gemeinsame Zeit am Lagerfeuer. Eines hatten die SchülerInnen jedoch gemeinsam: Sie wollten alle am liebsten noch eine Nacht länger bleiben!

Oberstufe Weiningen

Anna Richi

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