Reiseleiter war Ruedi Luchsinger. Am Morgen stand er da wie ein ehemaliger "Reiseleiter-Profi". Er hatte die Zügel voll in der Hand. Sein Ehrgeiz, seine Zielstrebigkeit und vor allem auch sein Durchhaltewille, gepaart mit viel Verhandlungsgeschick brachte die Reise in die Ostschweiz ins gefällige Programm. Zwar wurde ihm in der Vorbereitungsphase eine Prise "Salz in die Suppe" gestreut, indem das ursprünglich angepeilte Ziel nach einer Zusage kurzerhand wieder zur knallharten Absage wurde. Aber trotzdem, mit frischem Kick schaltete er auf eine Alternative um, die letztlich bei allen grossen Anklang fand.

Per Car ging es ab Birmensdorf über die Autobahn nach Wil und dann über Bischofszell nach Zihlschlacht, wo wir im Garten einer Fuhrhalterei guten Kaffee mit einem Stück frisch gebackener Kirschenwähe bekamen, und der Zierteich mit den schönen japanischen Zierfischen und den Seerosen fehlte auch nicht. Die vier Pferde wurden zwischenzeitlich eingeschirrt und vor die beiden blumengeschmückten Wagen gespannt. So kamen wir in den Genuss einer so genannten "Rösslifahrt", die ausschliesslich über Feld führte. Das schöne Bild der Thurgauer Obstlandschaft hatten wir in vielfältiger und eindrücklicher Art vor Augen. Schliesslich gelangten wir zum Restaurant "Wenzelberg" in Steinbrunn. Dieser wunderschöne Landgasthof, einst in schönster Riegelkonstruktion erbaut, hat eine lange Geschichte, hat stilvolle Räume und eine schöne Panorama Terrasse. An diesem Ort, inmitten schönster Blumen, nahmen wir das Mittagessen ein. Der junge Wirt öffnete eigens für uns seinen Traditionsgasthof und er bekochte uns in feinster Art. Hier ist der Gast noch willkommen, ja eigentlich König. Dieser Slogen passt also voll und ganz zum Haus. Ein bewundernswertes Beispiel. Und es sei gesagt, das Essen war Exzellent, und der Service - wie erlebt - klappte hervorragend. Das erste Mal zeigte sich das Servicepersonal in den schönen und neu angefertigten Fantasietrachten. Nachher ging es wieder per Car über Konstanz nach Stein am Rhein, an welch schönem Ort abermals ein Zwischenhalt eingelegt wurde. Die Fahrt heimwärts über Schaffhausen, Eglisau, Kloten und den Gubristtunnel verlief zügig, obwohl das Verkehrsaufkommen beträchtlich war.

Die Kameradschaft war da und die lustigen Sprüche sorgten zum Teil auch für viel Heiterkeit. Ruedi Luchsinger sei gedankt. Toll, wie er sich engagiert hatte. Und der Turnleiter Hanspeter Janggen "hüpfte" von Ort zu Ort, um mit seiner Kamera gute Bilder einzufangen. Auch ihm ein Dankeschön.

Heinz Baumann

Aktivmitglied Männerturnverein Birmensdorf