Wenn Engel reisen, lacht der Himmel! Wenn aber 48 Aescher SeniorInnen reisen, da lacht die ganze Welt!!! Sei es mit Gehstock, im Rollstuhl oder (noch) ohne orthopädische Hilfsmittel ausgerüstet, wir alle freuten uns auf diese Ausfahrt. Wetterfrosch’s Prognose versprach uns einen sonnigen, sehr warmen Tag, und er hat seine Vorhersage erfüllt. Abfahrt war um 8 Uhr bei 21°C. Paradiesische Verkehrsbedingungen herrschten an diesem Freitagmorgen. Ohne Stau im Bereich Birmensdorf – Urdorf erreichten wir die A1und fuhren zügig zum Kaffeehalt im Grauholz BE. Dann führte uns die Reise durch das bewundernswürdige Mittelland vorbei an Fribourg und Bulle auf den Jaunpass. Dank Hinweis einer ortskundigen Seniorin besichtigten wir im verlockend schönen Dorf Jaun den Friedhof, eine bekannte Sehenswürdigkeit mit einzigartigen und wunderschön geschnitzten Holzkreuzen. Die Besonderheit an der Kreuzwand liegt darin, dass der Holzschnitzer auf der einen Seite das Leben der Verstorbenen in realistischer Form darstellte, die zweite Wandseite dagegen mystisch-symbolisch gestaltete. Im neuen Friedhofreglement wird festgehalten, dass diese Einheit respektiert, bewahrt und weitergeführt wird. Der kurze Halt hat sich mehr als nur gelohnt.

Nach einem gutbürgerlichen Mittagessen auf dem Jaunpass, und einem schnellen Einkauf im nahe gelegenen Käselädeli, gings über etliche Kurven hinunter ins Simmental nach Erlenbach zur Besichtigung des Agensteinhauses. Dank kompetenter Wissensvermittlung erfuhren wir viel über die Zimmermannskunst, Pferde- und Viehzucht, Alpwirtschaft und Urgeschichten über alte Handwerke. Manch einem von uns kamen Erinnerungen an alte Zeiten hoch: z.B. Kochen auf dem Holzherd, Abwaschen im Steinbecken, Wasserschiff für Heisswasser, Glätteisen mit Kohle erhitzt! Zu jener Zeit wäre ein Seniorenausflug unvorstellbar gewesen, vor allem nicht in einem Car, dann eher noch mit Ross und Wagen und keine 400 km-Distanz an einem Tag!

Vorbei an Spiez, entlang dem Thuner- und Brienzersee, führte uns der Heimweg auf die Brünigpasshöhe zum Zvierihalt.

Zufrieden und bereichert mit vielen interessanten Eindrücken von unserem grossartigen Heimatland erreichten wir um 19 Uhr unser wunderschönes „Dörfli“ Aesch. Der harte Kern der SeniorInnengruppe liess den beliebten Ausflugstag „ännet den Röschtigraben“ im Garten des Restaurant Landhus, bei sommerlicher Wärme, bis spät in den Abend ausklingen.

Besten Dank für die Organisation der Reise geht an Theres Ramseier. Im Weiteren danken wir dem Chauffeur Roland für die sichere Fahrt und für seine Hilfsbereitschaft für SeniorInnen, die eine helfende Hand beim Ein- und Aussteigen benötigten. Ein letztes Dankeschön übermitteln wir dem Gemeindrat Aesch, der jeweils die Kostenübernahme für die Carfahrt bewilligt.

Es war so schön, dass wir uns bereits auf die Reise im nächsten Jahr freuen.

Rita A. Z’berg