Kühl, nass und windig war es am Samstagmorgen des 10. Novembers 2013, als ein Dutzend Vogelfreunde in drei Gruppen sich an die Reinigung von 130 Nistkästen im Schlieremer Wald machten. Und sie erinnerten sich bei ihrer Betätigung daran, dass der Tag bezüglich Witterungsablauf ein Abbild des Jahres war: kühl und nass waren eben auch Frühling und Frühsommer, die Hauptzeit des Brutgeschäfts unserer Vögel. Noch nie waren in so vielen Nistkästen so viele verdorbene Gelege und Jungvogelkadaver anzutreffen. Ob es zweite, erfolgreiche Bruten gab, entgeht leider unserer Kenntnis. Dessen ungeachtet werden die überlebenden Vögel im nächsten Frühling wieder an ihr Brutgeschäft gehen. Die Nistkästen sind nach unserer Aktion von Kot, Krankheitskeimen und Parasiten frei. Nistkastenreinigung ist für uns zwar Pflicht. Man erfährt dabei aber viel vom «Waldesweben» (die Verflechtung der im Wald lebenden Pflanzen und Tiere und anderer Phänomene): Nicht nur, dass die Vogelart am Nest erkennbar wäre. Einige Nistkästen waren sichtlich von Fledermäusen benutzt worden. In anderen mussten Wespennester ausgekratzt werden. Ein Nistkasten war kaum mehr erkennbar. Denn er war von einem Hornussennest  eingeschlossen. Ein anderer Kasten hatte sich vom Baum gelöst und lag mit dem Flugloch nach unten auf dem Boden. Eine Mausfamilie hatte ihn in Beschlag genommen.

Nach getaner Arbeit wartete im dritten Team bei wärmender Sonne unseren hungrigen Bäuchen Margrit Oesterreicher mit köstlicher Kürbissuppe, Würstchen und Brot auf. Bier, Wein und Wasser erlabten unsere durstigen Kehlen. Schliesslich hatte Yvonne Kuhn den Gugelhopf zum heissen Kafi gebacken. Die Generalstabsplanung oblag Richi Oesterreicher. Der Präsident dankt allen Helfern für ihren selbstlosen Einsatz. Ganz besonderer Dank gebührt  der Waldkorporation Schlieren. Sie hat uns Gastrecht in der Waldhütte gewährt. Und Hansruedi Kolar. Er hat uns die Hütte zur warmen Stube gemacht.

Nino Kuhn, 13. November 2013