Solothurn

Nicht nur Greta bejubeln und freitags demonstrieren gehen, sondern auch aktiv etwas tun

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In der Klassenlehrerinnenwoche schärfte eine 1. FMS Klasse ihr Bewusstsein für die Abfallproblematik

In der Klassenlehrerinnenwoche der F 19b der Kantonsschule standen die Themen Foodwaste, Littering und Recycling im Zentrum. Eindrücklich war vor allem das Müllsammeln entlang der Aare.

Im Zusammenhang mit den aktuellen Umweltdiskussionen, den "Food-Waste"-Diskussionen und dem beobachtbaren Abfallverhalten (am Strassenrand, entlang der Aare), wollte Fabienne Freiburghaus die Klassenlehrerinnenwoche mit ihrer FMS-Klasse nutzen, um die SuS mit diesen Problematiken zu konfrontieren und sie zu motivieren aktiv etwas  dagegen zu tun.

Was bedeutet Recycling, was kann recycelt werden, wie wird recycelt? Diesen Fragen mussten die SuS nachgehen und ihre Ergebnisse hielten sie auf Plakaten fest (s.u). Auch ihren eigenen Umgang mit Lebensmitteln und Konsumgütern schauten sie kritisch an.

Eine besonders eindrückliche Aktion war es den Abfall im Bereich zwischen der roten Velobrücke und der Röti-Brücke entlang der Aare zu sammeln. Es war erstaunlich und erschreckend welche Berge von Müll am Ufer entlang und im Gebüsch achtlos liegen gelassen oder weggeworfen wurden.

Die SuS sind sich am Ende dieser lehrreichen Woche sicher, wir setzen uns noch stärker für die Umwelt ein, in Wort und Tat. Damit hat die Klassenlehrerin ihr gestecktes Ziel erreicht.

 Rückmeldung der Schülerinnen und Schüler zur Klassenlehrerwoche

 Das Thema Abfall/Recycling haben wir schon mehrmals durchgenommen, deshalb bin ich nicht so begeistert in die Woche eingestiegen. Mir ist das Anfallen bzw. Vermeidung von Abfall schon immer sehr bewusst gewesen. Als wir dann aber an der Aare gewesen sind und den Müll aufgesammelt haben, war ich schockiert. In nur 45 Minuten zu sechst zwei 110 Liter Säcke zu füllen, hat mir die Augen geöffnet, dass sich nicht jeder bewusst ist, wie viel Müll er produziert. Das Traurige ist noch die Tatsache, dass man vieles davon recyceln konnte. Ich hoffe, der Verbrauch von Müll wird vielen bewusster durch unsere Aktion.

Ich fand das Zusammenlesen von Abfall eine sehr tolle und wichtige Aktion. Mir wurde es erst bewusst, wie wichtig das Abfallsammeln wirklich ist, als wir bereits nach einer guten Stunde einen Berg von vollen Müllsäcken zusammengetragen hatten. Mir ist aufgefallen, dass viele Leute den Abfall in die Natur werfen, weil sie wahrscheinlich gar nicht erst nach einer Mülltonne Ausschau halten und es sie nicht kümmert. Denn dort wo wir Abfall im Gebüsch oder auf der Strasse gefunden haben, hatte es immer auch einen Mülleimer in der Nähe. Vielen ist es wahrscheinlich nicht bewusst, wie sehr sie damit der Umwelt schaden. Aufklärung über die Folgen und solche Aktionen sind deshalb sehr wichtig und sollten vermehrt durchgeführt werden.

Als wir das Thema für die Projektwoche erfahren haben, waren wir nicht so begeistert, aber als wir mit dem Thema starteten, hatten wir dann doch eine tolle und lustige Zeit zusammen. Beim Sammeln von Abfall, haben wir nicht damit gerechnet so viel Abfall schlussendlich zu haben. Wir waren schockiert. Als wir diese grosse Menge vor uns hatten, dachten wir uns: Jede Kleinigkeit, die wir wegwerfen, trägt zum Müllberg bei. An einer einfachen Hochrechnung lässt sich das deutlich machen: Man öffnet einen Riegel und lässt eine abgerissene Verpackungsecke auf den Boden fallen. Wenn das jeder Mensch täte, bedeutete das 1 qcm mal 7.7 Milliarden also 7 700 qkm. Das ist die Fläche des Kantons Graubünden.

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