Nein zum Objektkredit Kindergarten Feld Urdorf soll familienfreundlich sein. Dazu gehört selbstverständlich ein guter Kindergarten samt erforderlicher Infrastruktur. Und wenn es einen zusätzlichen Kindergarten braucht, muss dafür gesorgt werden. Die Frage ist, wie und wo. Der Schulgemeinde schwebt vor, den bisherigen Kindergarten Feld samt Hauswartwohnung abzureissen und dort für 3.4 Mio einen neuen Doppelkindergarten mit zwei Hauswartwohnungen zu errichten. Weshalb es dort neu zwei Hauswartwohnungen braucht, ist nicht nachvollziehbar. Was geschieht denn mit der bestehenden Hauswartwohnung im unmittelbar benachbarten Bahnhofschulhaus? Wofür braucht es drei Hauswartwohnungen? Braucht es überhaupt noch welche? In der Vergangenheit hatte die Schulgemeinde an verschiedenen Orten Kindergartenräume zugemietet und dieses bei fehlendem Bedarf dann wieder aufgegeben. Wieso kann jetzt nicht gleich verfahren werden? Insbesondere gab es einen Kindergarten im Baumgarten-Quartier und gerade dort oder im Chlösterli-Quartier wäre es sinnvoll, wieder einen Kindergarten zu haben, auch wenn die Schulgemeinde dort kein eigenes Land hat. Ein übergeordnetes, nachvollziehbares Infrastrukturkonzept der Schulgemeinde ist nicht ersichtlich. Hauswartwohnungen zu errichten, um damit Mietzinseinnahmen zu generieren, macht nur dann Sinn, wenn man übriges Geld zum Investieren hat. Das Gegenteil ist aber der Fall: Urdorf ist über beide Ohren verschuldet und kann es sich nicht leisten, 3,4 Mio für einen zusätzlichen Kindergarten und eine zusätzliche Hauswartwohnung auszugeben. Es sei denn, der Steuerfuss wird massiv erhöht, wofür die SP wohl zu haben wäre, auf keinen Fall aber die SVP, weshalb deren Ja-Empfehlung nicht sehr glaubwürdig ist. Die EVP empfiehlt ein Nein, in der Überzeugung, dass für den Kindergarten eine günstigere und erst noch bessere Lösung gefunden werden kann. Marcel Zirngast, EVP Urdorf