Würde ein Waldweiher sich selber überlasse, dann könnten wir schon in wenigen Jahren kein Wasser mehr sehen, und mit der Zeit würde nur noch Wald stehen.

Damit dies nicht geschieht, trifft sich unser Verein einmal im Jahr, um rund um den Haselmoos-Weiher zu mähen, die Büsche zurück zu stutzen und Neophyten auszu-graben.

Das Mähen hat glücklicherweise ein Profi für uns am Tag zuvor mit schwerem Gerät übernommen, so dass die Sense nur an kleineren Orten zum Einsatz kam; aber alles Schnittgut musste zusammen gerecht und weit aussen am Rand auf einen Haufen aufgeschichtet werden. So kommt auch weniger Dünger in den Weiher, dafür viel mehr Licht.

Das Spannende ist dann der Riesenhaufen im Frühling; er wird nur noch als kleiner Hügel zu sehen sein, und in einem Jahr suchen wir vergebens den Haufen vom Vorjahr.

Ein leider grosses Thema sind die Goldruten, ein sogenannter Neophyt, eine eingeschleppte Pflanze, der es bei uns so gut gefällt, dass sie einheimische Vegetation verdrängt. Damit nächstes Jahr weniger von dieser gelbblühenden Pflanze wachsen kann, musste jede Rute möglichst mit den Wurzeln ausgegraben werden, und so kamen immerhin drei grosse Säcke voll Wurzeln und Stauden in die Kehrichtverbrennung.

Ein bisschen Goldsucherstimmung kam immer dann auf, wenn Glas- oder PET-Flaschen hervorkamen, wobei es wirklich hätte schlimmer sein können.

Der aufgeschreckte Frosch dagegen durfte unter wachsamer Beobachtung schnell seine Flucht in den Weiher fortsetzen.

Nach drei stündiger schweisstreibender Arbeit und einigen schmerzenden Muskeln, von deren Existenz wir wohl nicht viel wussten, durften wir vom Grillmeister ein feine Wurst geniessen und danach einen tollen Kuchen zum Kaffee.

Ein durchwegs gelungener Einsatz für die Natur im Schlieremer Wald und allen Beteiligten an dieser Stellen ein grosses Dankschön!

Monica Laim, Vice-Präsidentin „Schwalbe“ Schlieren