Die vergangene Mitgliederversammlung der SP Dietikon stand ganz unter dem Motto der Initiative "Hier daheim - Für mehr preisgünstingen Wohnraum", über welche die Stimmberechtigten des Kantons Zürich am 28. September abstimmen werden.

Zu Beginn konnte SP-Kantonsrätin Monika Spring als Mitglied der vorberatendenen Kommission einiges Hintergrund- und Insiderwissen über das interessante Zustandekommen und die Argumente der Initiative zur Änderung des kantonalen Bau- und Planungsgesetzes anschaulich vermitteln.

In der folgenden Diskussions- und Fragerunde wurde schnell klar, dass die Initiative eine Chance für die kommunale Politik darstellt, wird doch für einmal die Kompetenz der Gemeinden gestärkt. Ebenfalls stellten sich die Argumente der Gegenkampagnen schnell als unwahr heraus. Beispielsweise ist es eine Falschaussage, dass die Initiative dazu führen würde, dass die "normalen" Wohnungspreise in Überbauungen steigen würden, in welchen die Gemeinde einen Mindestanteil von preisgünstigen Wohnungen vorschreibt, denn eine Quersubventionierung ist keinesfalls Ziel und Zweck der Bestimmungen sowie auch unnötig. Normale Abschreibungen bei Wohnungen werden genau gleich via den Mietzins abgegolten. Was weg fallen würde wäre nur der für die Mieterschaft teils runiöse Profit, welchen Grund- und Immobilienbesitzer bei Um- und Aufzonungen jeweils abschöpfen, ohne dafür wirklich etwas tun zu müssen.

In einem zweiten Teil informierten dann die Mitglieder der SP Dietikon-internen Arbeitsgruppe zum Thema Wohnen über bereits erfolgte und geplante Aktionen, denn das Thema "Wohnliches Dietikon" wird innerhalb der Partei einen Schwerpunkt dieser Legislatur bilden. Ein erstes Highlight wird sicher der Marktstand am Dietiker Herbstmarkt am 20. September darstellen, der sich ebenfalls diesem Motto widmen wird. Die Planungen dazu sind im vollen Gange, der Standort wird neben dem Restaurant Tomate sein.

Der gesellschaftliche Teil nach der eigentlichen Versammlung wurde dieses Mal kurz gehalten, denn nach dem politischen Sommerferien-Loch stehen für praktisch alle in den folgenden Wochen noch viele, weitere Termine auf der Agenda.