An der diesjährigen Mitgliederversammlung der Grünliberalen Bezirk Dietikon wurden die Präsidenten und die Co-Präsidentin der seit der letzten Jahresversammlung neu gegründeten Ortssektionen einstimmig in den Bezirksvorstand aufgenommen: Es sind dies Clemens Schröder (Dietikon), Silvia Rimensberger (Urdorf) und Andreas Kriesi (Schlieren). Das Co-Präsidium der Grünliberalen des Bezirks, Stephan Rothmund und Sonja Gehrig, gaben einen Rückblick des Jahres 2012 und einen Ausblick auf die kommenden Herausforderungen. Insbesondere wird allen gedankt, die mit ihrem Engagement zum Zustandekommen der grünliberalen Volksinitiative für eine ökologische Steuerreform „Energie statt Mehrwertsteuer“ beigetragen haben. Eine ökologische Steuerreform sehen die Grünliberalen als wichtigen Schritt zur Bewältigung der Herausforderungen, die mit der Energiewende auf uns zu kommen.

Die Grünliberalen fühlen sich verpflichtet, sich sachbezogen und lösungsorientiert für eine qualitativ hochwertige Entwicklung des Limmattals einzusetzen. Wir unterstützen klar die Förderung des öffentlichen und des Langsamverkehrs, damit der Verkehrszunahme, die mit dem starken Bevölkerungswachstum im Limmattal erwartet werden kann, mit genügend Weitsicht begegnet werden kann. Die Limmattalbahn, eine Veloschnellroute, besser ausgebaute Velowege in den Ortszentren, die Verkehrsverflüssigung und die Entlastung der Zentren vom Durchgangsverkehr sowie maximale Sicherheit für die Fussgänger müssen unsere Ziele bleiben, auch um den Motorisierungsgrad in Schranken zu halten. Die Erhaltung von Grünflächen und die Förderung der Solarenergie sind weitere grünliberale Themenschwerpunkte. Das starke Wirtschaftswachstum des Limmattals ruft nach einer gemeinsamen Wirtschaftspolitik im Bezirk. Im Zentrum unserer Bemühungen werden die Ansiedlung zukunftsträchtiger Branchen sowie die Stärkung der KMU's stehen.

Wie kann der Ressourcenverschwendung in unserer Gesellschaft begegnet werden? Dieser Frage haben wir uns im zweiten Teil des Abends gewidmet: Zusammen mit interessierten Dietikerinnen und Dietikern haben wir den eindrücklichen deutschen Abfallthriller „Taste the Waste“ geschaut. Ernährung hat eine hohe Umweltrelevanz, ist sie doch verantwortlich für 28 Prozent der Umweltbelastung und 16 Prozent des Klimagasausstosses des privaten Konsums in der Schweiz. Der Film dokumentiert das fast Unfassbare: 30-50 Prozent aller Lebensmittel in unserer Gesellschaft werden weggeworfen – jeder zweite Kopfsalat, jede zweite Kartoffel und jedes fünfte Brot. Das meiste davon endet im Abfall, bevor es überhaupt den Verbraucher erreicht. Und fast niemand kennt das Ausmass der Verschwendung. So schockierte denn auch die Aussage, dass mit dem Essen, welches wir in Europa und Nordamerika wegwerfen, alle Hungernde der Welt DREIMAL satt werden könnten. Der Film zeigt aber auch Beispiele eines weltweiten Umdenkens. Einig waren sich alle an der anschliessenden Diskussion Beteiligten: dieser Dokumentarfilm regt zum Nachdenken an und ist sehenswert für jedermann und -frau.

Die Grünliberalen zeigen den Film im Juli in Schlieren.

Sonja Gehrig und Stephan Rothmund, Co-Präsidium Grünliberale Bezirk Dietikon