Rüfenach

Mit Dreikönigskuchen im ganzen Dorf Freude bereitet

megaphoneLeserbeitrag aus RüfenachRüfenach

Vor und am Dreikönigstag verwandelt sich die Küche der Schule Rüfenach in eine Bäckerei. Die 4. bis 6. Klasse buken zusammen mit ihrer Klassenlehrerin Käthy Blunschi und einem fleissigen Team von Helferinnen 160 Dreikönigskuchen. Am Mittag verteilten sie die fein duftenden Kuchen an die Besteller in Rüfenach.

„Wie vom Beck! “ – „Sie sind super fein gsi.“ – „Danke för die feine Königschüeche. Händ ehr wörkli super gmacht.“ – Dies nur drei der vielen durchwegs positiven Reaktionen auf die Dreikönigskuchen, die die 4. bis 6. Klasse der Schule Rüfenach mit ihrer Klassenlehrerin Käthy Blunschi und dem gut eingespielten Helferinnen-Team am 6. Januar gebacken hatten. Diesmal fiel der Dreikönigstag auf den ersten Schultag nach den Weihnachtsferien.

Das ganze Schulhaus duftete nach dem feinen Hefeteig, so dass auch Schulsekretärin Sabine Zillig vom Duft der Kuchen abgelenkt wurde: „Es hett de ganz Morge so fein geschmöckt, so dass es e Qual gsi esch zum näbedra z’schaffe.“

Helferinnen vom Dorf und der Familie

 Neben den Kindern und Käthy Blunschi standen auch mehrere Helferinnen im Einsatz, ebenso Verena Angst, die Mutter von Käthy Blunschi. Das Dreikönigskuchen-Backen an der Schule Rüfenach hat Tradition, und die Helferinnen merken sich den Tag lange im Voraus für die Schule Rüfenach vor. Dieses Jahr waren 160 Dreikönigskuchen bestellt.

Herkulesarbeit

Für Käthy Blunschi und die Kinder der Mittelstufe beginnen die Vorbereitungen bereits im Dezember. Die Kinder verteilen die Bestellzettel an die Haushaltungen in Rüfenach, Hinter- und Vorderrein und sammeln sie später wieder ein. Die eigentliche Herkulesarbeit fällt am Abend vor dem Dreikönigstag und am Dreikönigstag selber an. Da bereitet Käthy Blunschi die Hefeteige vor, damit sie Zeit zum Aufgehen haben. Die Zubereitung dieser grossen Menge erfordert Planung und aufmerksames, genaues Arbeiten. Am Morgen um 6 Uhr werden die Teigbollen geformt, die Könige hiniengesteckt, der Kuchen mit Mandeln verziert und gebacken. Alle Backöfen im Schulhaus laufen auf Hochtouren. Rechtzeitig werden sie aus den Backöfen geholt, schön verpackt und mit einer goldenen Krone an die Besteller verteilt.

„Dieses Jahr waren die Kuchen besonders luftig“, kam heuer mehrmals als Rückmeldung zurück. Das freut Käthy Blunschi besonders. „Obwohl ich jedes Jahr das gleiche Rezept verwende, schmecken die Kuchen jedes Jahr ein bisschen anders.“ Warum, das kann sie sich nicht erklären. Aber sie freut sich jedes Jahr, wenn sie den Besteller schmecken und sich die Arbeit gelohnt hat.

Für die Abschlussreise

Der Erlös aus dem Dreikönigskuchen-Backen kommt der Abschlussreise der 6. Klässler zugute. Der gemeinsame Backtag ist einer von vielen Anlässen, mit denen sich die Mittelstufe das Geld für die Abschlussreise in der 6. Klasse verdient. Die Reise wird von der 6. Klasse geplant und organisiert. Sie kommen jedes Jahr immer sehr glücklich von dieser Reise zurück. Die Reise bildet den Abschluss der Schul- und Kindergartenjahre, die die Kinder gemeinsam verbracht haben. Das sind immerhin acht Jahre, die gebührend gefeiert werden wollen.

Text: Cornelia Thürlemann

Fotos: Käthy Blunschi

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