«Wir sind Benediktinerinnen und unser Ordensvater – der heilige Benedikt – hat eine Regel geschrieben, die sehr massvoll ist», sagte Priorin Irene Gassmann bei ihrer Begrüssung zum zweiten Genussabend im Kloster Restaurant «Zu den Zwei Raben». Benedikt schreibt in seiner Regel, dass man das ganze Jahr so leben solle wie in der Fastenzeit. «Aber in der Fastenzeit soll man das üben, was man sonst während dem Jahr vernachlässigt», betonte die Priorin und hatte die Lacher auf ihrer Seite. Für sie sei der Ordensgründer bestimmt ebenso ein stiller Geniesser gewesen. Denn: «Geniessen heisst ja auch bewusst etwas Essen und Trinken sowie dankbar zu sein für das, was uns die Schöpfung immer wieder schenkt», so die Klostervorsteherin. Priorin Irene begrüsste speziell Isidoro Mora, welcher ab April 2012 die Betriebsleitung des Restaurants «Zu den Zwei Raben» übernimmt.

Und so zelebrierten rund zwei Dutzend Geladene diesen zweiten Genussabend unter dem Motto «Angus in neuen Kombinationen» mit einem köstlichen Menu Surprise in fünf Gängen. Eingeladen zu diesen Tafelfreuden hatten die beiden Teams des Klosters Fahr und WeinArt in Zürich-Höngg (www.weinart.ch) mit ihrem Leiter Robert Zurbriggen. Das Raben-Küchenteam stellte dabei seine Kochkünste aufs Neue unter Beweis und erfreute einen Abend lang Augen und Gaumen der Anwesenden.

Im Weiteren kommentierte der Südtiroler Werner Morondell die Spitzenweine aus den Rebbergen zwischen dem Gubrist und den Dolomiten. Der Winzer vom Lieselehof und Buchautor aus Kaltern las zudem aus seinem anschaulichen Buch «Meine Reben». Mit grossem Einsatz und Freude arbeitet Morondell auf seinem Weingut. Morondell ist einer der Pioniere, die den Mut hatten, pilzwiderstandsfähige Rebsorten in umfangreicherem Masse zu pflanzen. Dazu sagte der Südtiroler Winzer: «Wahrscheinlich werden einmal unsere Kinder und Kindeskinder über den Einsatz von Chemikalien in den schönen Weinbergen nur so den Kopf schütteln.»

Zum Abschluss des pickfeinen Genussmenüs mit dem Natura-Veal Angus-Kalbfleisch vom Hof des Klosters Fahr gabs die «Chloster Crème» mit dem honigsüssen Sweet-Claire-Dessertwein.