Dietikon

Hilfebedürftig? Handlungsfähig? Urteilsfähig?

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Anlässlich einer Veranstaltung des Seniorenrats Dietikon am 15. Mai 2013 stellte Frau Ruth Ledergerber, Juristin und Präsidentin der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde des Bezirks Limmattal, das seit Januar 2013 geltende Kindes- und Erwachsenenschutzrecht vor.

Mit dem neuen Recht soll die Selbstbestimmung so weit wie möglich erhalten werden: Wir sollen unser Leben entsprechend unseren Fähigkeiten und Vorstellungen gestalten können. Möglich ist dies dank der gestuften, situationsgerechten Beistandschaftsart. So kann der Beistand - ein Familienmitglied, eine Person des Vertrauens oder eine geeignete Person aus der Wohngemeinde - lediglich für die Begleitung und Beratung zum Beispiel bei Budgetierung zuständig sein. Mit der Erledigung aller finanziellen und administrativen Angelegenheiten seines „Schützlings“ können ihm aber auch sehr weitreichende Befugnisse übertragen werden.

Frau Ledergerber führte aus, dass Jedermann „in gesunden Tagen“ durch das Abfassen eines Vorsorgeauftrages und einer Patientenverfügung festlegen kann, wie und von wem er, sollte dies einmal notwendig werden, betreut werden will. Dabei sei aber nicht zu befürchten, dass Personen ohne schriftlichen Vorsorgeauftrag hilflos „in die Mühlen des Gesetzes“ geraten würden.

In der anschliessenden Diskussion beantwortete Frau Ledergerber kompetent und auch für Nicht-Juristen verständlich, die zahlreichen Fragen aus dem Publikum.

Ueber die Patientenverfügung aus medizinischer Sicht wird Dr. med. Andreas Petrin, er war während vielen Jahren Hausarzt im Limmattal, am 29. Mai 2013 (14:30 Uhr  Stadthaus Dietikon, Gemeinderatssaal) orientieren.

Hans-Georg Imhof

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