Das Grüppchen bei der diesjährigen Wanderung war mit 16 eher klein. Aber diese Wetterfesten versammelten sich trotz grauverhangenem Himmel um 8.00 Uhr bei der Bushaltestelle an der Post. In der Nacht bis zum frühen Morgen hatte es noch dermassen geschüttet, dass wir fast Schnorchel in den Rucksack gepackt hätten. Aber wir hatten Glück und es blieb trocken. Ueber Zürich fuhren wir auf die Forch und nach dem Kaffehalt in der Krone machten wir uns auf den Weg zur Hochwacht. Der Weg führte durch einen schönen Wald bergauf und bei Guldenen erklärte uns Paul Hoffmann sehr anschaulich, was wir alles sehen könnten, wenn schöneres Wetter wäre. Wir fanden die Aussicht gar nicht so schlecht, aber den Schwarzwald sah man natürlich nicht. Weiter ging es Richtung Hochwacht und wir kamen am alten Bachtelturm vorbei. Die Fittesten bestiegen diesen schönen alten Eisenturm und wurden, trotz Wolken und Nebel, mit einer herrlichen Fernsicht belohnt. Kurz vor dem Restaurant begrüssten uns 2 Geissen und ein Bock ziemlich stürmisch, was bei Regula vermutlich sogar ein paar blaue Flecken geben wird. Wir retteten uns ins Haus und liessen uns ein feines Mittagessen schmecken.
Im Restaurant Hochwacht gesellten sich noch drei dazu. Es ist immer schön, wenn auch die, die nicht mehr so weit wandern können am geselligen Anlass mitmachen können. Während der Mittagspause fing es plötzlich wieder an heftig zu regnen. So bemühten wir uns, trotz grosser Portionen, die Teller leer zu essen. Und siehe da, es nützte! Als wir den Abstieg nach Männedorf begannen, hatte es wieder aufgehört. Paul hatte die Route so gewählt, dass von hier alle mitlaufen konnten. Das nächste Ziel war der Hof von Christian und Hans Gyr, den wir leider mit einiger Verspätung erreichten. Das lag wohl vor allem an dem zum Teil rutschigen Weg nach dem grossen Regen. Die „Auswanderer" von Unterengstringen hatten einen grosszügigen Apéro für uns vorbereitet. Christian zeigte uns noch seinen modernen Hof, den er mit seiner Frau alleine bewirtschaftet. Es war sehr interessant, aber wir kamen ein bisschen in Zeitnot. So legten wir das letzte Wegstück zur Schiffslände im Sturmschritt zurück. Es reichte, das Schiff kam auch (das war auch schon anders)und wir fuhren von Männedorf nach Zürich und hatten Zeit uns zu erholen. Es war eine wunderschöne Fahrt, zumal sich sogar die Sonne noch zeigte.
Am See entlang ging`s zum Bahnhof Stadelhofen und weiter nach Unterengstringen. Es war eine gemütliche Wanderung, die wir alle sehr genossen haben. Wir möchten sie bei schönem Wetter wiederholen, um in den Genuss der herrlichen Aussicht zu kommen. Wir danken Paul Hoffmann ganz herzlich für die Organisation. (ust)