Die Vorrunde für die Dietiker Handballer ist seit dem Sonntag Geschichte. Sie haben die Gruppe 2 der 1. Liga auf dem letzten der acht Plätze beendet. Statistisch gibt es dafür einige spannende Erkenntnisse.

Tore

Der HCDU hat in der Gruppe 2 die wenigsten Tore geschossen, nämlich 274. Das macht einen Schnitt von nur gerade 19.8 je Partie. Die beiden Spitzenreiter im Bereich Toreschiessen sind Wohlen und GC. Beide haben 440 Treffer erzielt, was einen Topwert von 31.4 pro Spiel ergibt.

Den Liga-Topscorer hat aber der TV Muri in seinen Reihen. Carlo Femiano hat 114 Treffer erzielt. Die besten drei Dietiker Torschützen Reymond (39), Burla und Jossi (je 37) kommen zusammen nur auf 113 Treffer.

Vom 7-Meter-Punkt ist Veton Polozani eigentlich sehr sicher. Nach seinem Daumenbruch ist er aber bei 13 Treffern stehengeblieben. Seither haben sich die verschiedensten Schützen vom Punkt versucht, waren aber sicher nicht so erfolgreich wie Polozani. Wann der 34-Jährige zurückkehrt, ist noch offen.

Gegentreffer

Bezüglich Gegentore stehen die Limmattaler nicht einmal so schlecht da. Rang 5 der Liga mit 410 erhaltenen Toren. Das sind 29.3 pro Spiel. Etwas viel, wenn man ehrlich ist. Mit den vielen Ausfällen ist das aber auch plausibel zu begründen. Und wenn man so wenige Tore schiesst, gibt es automatisch mehr Gegentore durch die sogenannte erste Welle des Gegners.

Zudem ist auch das Torverhältnis nicht gerade berauschend. Ganze 136 Treffer hat man mehr erhalten als selber erzielt. In der Spielpause, die bis zum 21. Januar andauern wird, müssen als im Angriff wie in der Defensive Defizite ausgemerzt werden.

Weiteres

Der HC Dietikon-Urdorf hat in der Vorrunde 24 Spieler eingesetzt. Das sind nicht wenige, wenn man bedenkt, dass pro Spiel nur 14 spielen dürfen. Andere Mannschaften wie GC haben aber weitaus mehr Spieler mindestens für eine Partie nominiert. Von den 24, die gespielt haben, waren 4 Torhüter.

Nur zwei Spieler konnten alle 14 Vorrunden-Partien bestreiten. Daniel Burla und Eric Reymond sind diese. Sie fehlten weder verletzt, gesperrt oder weil sie bei einem anderen Team einen Einsatz gehabt hätten.

Sie und zwölf andere waren auch beim einzigen Punktgewinn diese Saison dabei, das war am 29. September gegen Einsiedeln. Leider blieben es wie erwähnt die einzigen Punkte. Nur ein Team holte über alle vier 1.-Liga-Gruppen gesehen noch weniger Punkte. Die FSG Lausanne-Ville / Cugy verlor sogar alle ihre bisherigen Spiele.

Dietikon hat eine Bilanz von 1-0-13. Also einen Sieg, keine Unentschieden und 13 Niederlagen. In der ganzen Gruppe 2 gab es nicht eine Partie, die keinen Sieger hatte – und das in 56 Partien! Das gab es in allen anderen Gruppen nicht.

Die Könige der Gruppe waren die Limmattaler nicht, wenn man die Punkte anschaut. Aber auch nicht, wenn man die Strafen-Statistik anschaut. Der HCDU handelte sich nur gerade 37 Zwei-Minuten-Strafen ein. Einzig die SG Lägern Wettingen hat weniger, 33 nämlich. Die Strafenkönige sind die Zürcher von GC Amicitia. Sie kassierten 61 Strafen, was einen Schnitt von 4.4 Strafen pro Spiel gibt.

Ausblick

Dietikon-Urdorf legt jetzt eine kurze Trainingspause ein. Ab dem Start des neuen Jahres wird aber in der Halle wieder geschwitzt. Denn am 21. Januar steht bereits eine erste heikle Aufgabe an. Die Mannschaft von Trainer Jan Sedlacek muss nach Heiden. Dort war man bereits im August einmal – allerdings ohne den damals abwesenden Trainer. Nach einer über weite Strecken gute Leistung musste man sich den Appenzellern in der Verlängerung doch noch beugen und schied aus dem Schweizer Cup aus.