Der Präsident des Hauseigentümerverbands Dietikon-Urdorf Hans Schenk durfte an der Generalversammlung nebst Brigitta Johner, ab Mai Kantonsratspräsidentin, den Limmattaler Nationalrat Hans Egloff, Präsident des HEV Schweiz und HEV Kanton Zürich, als Gast und Referenten begrüssen. In seinem Referat, das er im Nachgang zu den ordentlichen Traktanden hielt, ging er zuerst auf allgemeine Anliegen des Hauseigentümerverbands (HEV) und die letzten Abstimmungen ein, welche das Hauseigentum direkt und indirekt betrafen. Danach verwies er auf seine Motion bezüglich des Eigenmietwertes, die seit mehr als einem Jahr beim Bundesrat liegt, welcher die Behandlung verzögert. Da die letzte Abstimmung zu diesem Thema nur knapp verloren ging und selbst BRin E. Schlumpf dazu meinte, es müsse etwas gemacht werden, hat NR Egloff mit Vertretern verschiedener Fraktionen dies diskutiert. Sein Vorschlag sieht vor, dass ein Eigentümer einer selbstbewohnten Liegenschaft oder Wohnung unabhängig seines Alters einmal das Wahlrecht hat, auf den steuerbaren Eigenmietwert zu verzichten. Damit verzichtet er auch auf den Abzug der Schuldzinsen und er hat nur noch einen eingeschränkten Unterhaltsabzug. Der Vorschlag würde mit sich bringen, dass vermehrt Schulden zurück bezahlt werden. Die Schweiz hat die weitaus grösste pro Kopf-Verschuldung, was auch den Bundesrat beunruhigt. Dieser aber will, wie neuste Berichte zeigen, lieber Vorschriften bei den Schuldzinsen machen um die angebliche Immobilienblase zu beeinflussen und die Verschuldung zu bremsen. Damit dürfte er aber gerade den Jüngeren verunmöglichen, Wohneigentum zu erwerben. Dass dies aber wichtig ist, zeigte der Präsident zu Beginn der Versammlung auf anhand eines Referates des Premierministers von Singapur in einer CS-Publikation: Leute, die Wohneigentum besitzen sind stolz darauf. Wenn man ein Wohneigentum besitzt, wird alles getan, es zu behalten. Zur Frage der Arbeitsethik bei uns im Westen, meinte er, eine Kultur der Anspruchshaltung gegenüber dem Staat sei heute weitverbreitet. NR Egloff dazu, dass zudem eine Neidkultur herrsche. Bei jedem noch so kleinen Vermögen werde die Herkunft in Frage gestellt, der Besitzer sofort als Abzocker betitelt. Die ordentlichen Traktanden konnte der Präsident ohne Diskussionen abarbeiten. Er freute sich, dass er den Vorstand ergänzen konnte mit der einstimmigen Wahl von Stephan Wittwer. Im Sekretariat wird sich ab Mitte Mai eine Änderung ergeben, die dann unter www.hev-dietikon-urdorf.ch aufgeschaltet ist. Daneben konnte der Präsident bekannt geben, dass sämtliche Mitglieder von Sektionen des Kantons Zürich ab sofort gewisse Formulare vom Internet gratis herunterladen können und dass mit dem Mitgliederausweis Vergünstigungen erhältlich sind, welche dort und in der Mitgliederzeitung einsehbar sind. Eine Mitgliedschaft beim HEV lohnt sich.

Hans Schenk