Urdorf

Generalversammlung der CVP Urdorf im Spital Limmattal

megaphoneLeserbeitrag aus UrdorfUrdorf
Vor der Generalversammlung fand eine Führung statt.

Vor der Generalversammlung fand eine Führung statt.

Was bringt die CVP dazu, ihre GV in das Spital zu verlegen? Man könnte denken, diese kleine Partei benötige eine Gesundheitsspritze. Weit gefehlt: Wir wollten schauen, was aus unserem Kind geworden ist. War es doch die Urdorfer CVP, welche sich seinerzeit massgeblich eingesetzt hat, dass «unser» Limmi nicht privatisiert wurde, sondern im Besitze der Gemeinden blieb. Dadurch wurde die emotionale Verbindung zum Spital gefestigt, was für die weitere Entwicklung des Spitals mit der Bereitstellung von nötigen Geldmitteln durch die Trägergemeinden eine wichtige Rolle spielen könnte.
Mitte Mai versammelte sich eine grosse Schar der Urdorfer CVP mit Sympathisanten im Bühnensaal des Spitals. Marc Joye, Präsident der CVP Urdorf, stellte die Crew des Spitals vor, die uns unter Leitung von Frau Feldmann durch den Neubau führen wird. Nach der Einkleidung mit Sichtwesten und Helm gehen die über 30 Anwesenden durch viele Gänge und über Treppen in den Bereich der Logistik. Wir lernen viel und staunen über die Dimensionen des Baus und der Planung. Die Zulieferung und Entsorgung von Materialien aller Art erfordert eine präzise Steuerung. Dies ist nicht nur für die Bauphase wichtig, sondern erst recht, wenn der Betrieb mit Patienten, Ärzten und Pflegenden voll läuft. In 2000 Räumen erfolgt die Kontrolle über die Ausführung punkto Material und Qualität. Dazu kommt diejenige über die Vernetzung und Informatik. Separate Gänge für Zulieferung und Rückschub sind konsequent getrennt von den Treppen, Liften und Gängen für die Patienten. Die Geräte aus dem «alten» Spital werden so weit möglich gezügelt, was für den Termin der Eröffnung einen besonderen Effort erfordert, muss doch der Betrieb nahtlos weitegehen. Beeindruckend sind die 5 Tonnen schweren Nasszellen in den Patientenzimmern. Sie wurden im Rohbau, noch bevor die Wände eingebaut wurden, als Modul ins leere Geschoss eingebracht und anschliessend angepasst.
Diese Publikation hätte ich vor der Führung lesen müssen, bin im Nachhinein darauf gestossen: Im Neujahrsblatt 2001 der Stadt Dietikon fand ich eine ausführliche Geschichte des Limmattalspitals, verfasst von Paul Stiefel, erster Verwaltungsdirektor und Dr. Hansjörg Kistler, Chefarzt innere Medizin. Die interessante Information beginnt 1959 mit der Gründung des Spitalverbands Limmattal. Höhen und Tiefen, Streiks und Querelen, gute Zeiten, schlechte Zeiten, all das kommt in der Folge zur Sprache.
Anschliessend an die Führung fand die GV der CVP Urdorf im üblichen Rahmen statt. Das Wichtigste für uns ist die Entwicklung in Urdorf: Marc Joye betont in seinem Rückblick auf 2017 unsere Identifikation mit wichtigen Gesellschaftswerten, unabhängig von Partei, Religion oder Nationalität. Es entsteht dadurch eine gute Zusammenarbeit mit allen Urdorfer Gruppierungen, die sich fürs Dorf engagieren. Das Ergebnis zeigt sich bei den kürzlichen Erneuerungswahlen in Urdorf, wo die CVP sehr erfolgreich war.
Zur Gemeindeversammlung vom 13. Juni: Die Mitgliederversammlung fasste unsere Parolen: Die CVP Urdorf unterstützt alle Vorlagen. Schule: Irmgard Struchen erläuterte das Projekt «Lernlandschaften». Für 530 000 CHF sollen einige Arbeitsräume für individuelle Betreuung geschaffen werden. Nach Klärung einiger Fragen stimmte die CVP dieser Vorlage zu.
Für die 1. Augustrede ist wieder einmal die CVP verantwortlich. Wir konnten «unsere» CVP-Regierungsrätin Silvia Steiner, zuständig im Kanton Zürich für die Bildung, als Festrednerin verpflichten und freuen uns, sie zu hören. Liebe CVP-ler: Motiviert viele Leute am 1. August zu kommen. Ein reichlicher Apéro im Gartensaal war der krönende Abschluss einer gelungenen CVP-Generalversammlung. Ein herzlicher Dank allen Mitwirkenden, allen voran an Marc Joye, der von Danilo Follador eingehend gewürdigt wurde.

Bericht von Walter Trottmann

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