‘Energieeffizienz und erneuerbare Energien – Was können Gemeinden tun?’ So lautet der Titel einer Veranstaltung, zu der ZÜRICH ERNEUERBAR gemeinsam mit der Gemeinde Urdorf eingeladen hat. Die Veranstaltung begann mit einer Führung bei der Urdorfer Firma HIUS AG, während der die engagierte Inhaberin Cornelia Hinteregger nicht nur die Produkte ihrer Firma präsentierte, sondern auch aufzeigen konnte, wo sie in ihrem Betrieb Energiefresser finden und ausmerzen konnte. Sie hat sich aber nicht nur mit Effizienzmassnahmen begnügt, sondern zusammen mit Thomas Bachmann von Solarville eine Solaranlage realisiert, die einen grossen Teil des eigenen Stromverbrauchs deckt.

Bei den anschliessenden Präsentationen durfte Patrick Hächler, der Präsident von ZÜRICH ERNEUERBAR, zuerst Rochus Burtscher begrüssen. Der Dietiker Kantonsrat zeigte auf, wie die Energieagentur der Wirtschaft (EnAW) neben Cornelia Hinteregger und ihrer HIUS AG viele andere KMUs bei der Energieeffizienz – und was in der Wirtschaft besonders ankommt – beim Geldsparen auf der Energierechnung unterstützt. Anita Binz arbeitet für die Stadt Dietikon als Energiebeauftragte. Sie hat aufgezeigt wie breit sich Dietikon beim Thema Energie einsetzt – sowohl was die eigenen Bauten angeht, aber auch wenn es um die Beratung der Bevölkerung geht. Stadtrat Markus Bärtschiger zeigte die Grundlagenarbeit von Schlieren bei der Erarbeitung eines Energieplans auf. Darauf aufbauend möchte die Stadt die verschiedenen Wärme- und Abwärmequellen für sich selber nutzen und auch Private und Firmen einbeziehen. Die roten Autos von Mobility kennen inzwischen die meisten. Rolf Gehrig präsentierte aber auch unbekannte Seiten der Car-Sharing Genossenschaft. So gibt es ein spezielles Programm, damit Gemeinden ein Mobility-Auto für den Eigenbedarf nutzen und es in der übrigen Zeit der Bevölkerung anbieten können. Mirjam Gasser vom WWF hat ihr Angebot an die Gemeinden nicht nur präsentiert, sondern auch gleich als Anschauungsbeispiel mitgebracht. Mit eigener Kraft konnte man daran den Unterschied zwischen Glühlampen und LED-Beleuchtungen erfahren.

Abgerundet wurde die ganze Veranstaltung durch eine Zusammenfassung der Referate mit dem Handlungskleeblatt für die Gemeinden von Kantonsrätin Barbara Schaffner, der Übergabe des Kantonsratsweines durch den Kantonsratspräsidenten Rolf Steiner sowie ein Grusswort durch die Gemeindepräsidentin von Urdorf, Sandra Rottensteiner. Sie konnte damit zum Apéro überleiten, der rege zum Gedankenaustausch zwischen den Behördenmitgliedern und den Gesprächen mit den anwesenden Ausstellern genutzt wurde.