Nach der Führung durch den Zoo Zürich und dem Mittagessen im Alten Klösterli erwartete Zooführerin Dorothee Schlegel die Feuerwehrleute ein zweites Mal. Am Vormittag war Südafrika, Eurasien, Madagaskar, das südamerikanische Feuchtgebiet Pantanal Thema mit Tierschutz durch die Naturschutzpolizei und Zollhüttenattrappe, Flamingos, Papagei, Ameisenbär, Spitzmaulnashorn, Affen und Löwen. Kapuzineraffen bewarfen den Schwarzhalsschwan mit Steinen, wie wenn sie eifersüchtig auf seinen Nachwuchs wären. Es galt aber der Revierverteidigung, erklärte die Zooführerin. Sie wusste allerlei Zootiergeschichten zu erzählen, ging aber auch auf die technischen Vorkehrungen ein, die Wärter und Besucher vor den Tieren schützen sollen.

Der Kaeng Krachan genannte neue Elefantenpark des Zürcher Zoos ist auf 10‘000 Quadratmetern dem gleichnamigen Nationalpark in Thailand nachempfunden. Sechs asiatisch Elefanten leben darin samt Badeteich, Futterstellen und Sandkuhle: ein mit Elfenbeinzähnen bewehrter Bulle und fünf Elefantendamen, worunter eine schwanger, die jetzt aber geboren hat. Sie leben zusammen mit Hirschziegenantilopen und Seidenhühnern. Aus Sicherheitsgründen hats vier abtrennbare Innengehege und zwei abtrennbare Aussengehege. Das Dach des Elefantenhauses, das aussieht wie eine platt gedrückte Schildkröte, ist eine raffinierte Holzkonstruktion mit Spezialfolien, dem Blätterdach im Regenwald nachempfunden. Die Elefanten können aus vielen Futterverstecken ihre Leckerbissen zusammensuchen, flanieren oder baden. Letzteres konnten die Feuerwehleute allerdings nicht beobachten. Dafür, wie Elefantenbulle Maxi sich aus einer Futterkugel in der Höhe mit Heu und Äpfeln bediente. Die Betreuer kommen bei der Pflege dank raffiniertem Aufbau der Anlage mit den Elefanten nie direkt in Kontakt. Die gutmütigen vier bis sechs Tonnen schweren Riesen leben im Paradies, langweilen sich nicht und haben keinen Grund weiterzuziehen.

Vor der Rückkehr waren die Feuerwehrleute noch ein wenig zusammengesessen und hatten ihre vielen Eindrücke ausgetauscht.                                                                                 Heinz Stocker