Was tun, wenn’s brennt? Am Samstagnachmittag hatte die Feuerwehr Oberengstringen ihren Auftritt auf dem Gemeindeplatz, um die fälligen Antworten zu geben. Und das war für Interessierte denn auch die Chance, um zu schauen und auch auszuprobieren. Via Gemeinde-Website und auf Plakatständern wurde die Bevölkerung darauf hingewiesen.

Mit Autodrehleiter und Tanklöschfahrzeug waren sie aufgefahren, um zu zeigen, mit was für Hardware sie arbeitet. Das löste allenthalben Staunen aus, denn eine Trennschere zum Beispiel ist sehr schwer. Mit Seilzugapparat konnte auf einem Nebenschauplatz ein Einsatzfahrzeug sozusagen mit einer Hand verschoben werden. Im Zentrum des Platzes, mit Sicherheitsabstand abgesperrt, stand eine Pfanne auf einem Grill.

Einsatzleiter Ruedi Weber erklärte, man wolle die Bevölkerung zum Mitmachen anregen, sie für die Feuerwehr interessieren. Da könnten die Kleinen mit einer Eimerspritze ein ganzes Haus löschen. Und dort habe man einen Atemschutzparcours durch einen Teil der Kirche eingerichtet, damit das Gefühl unter der Maske mit Pressluftbehälter am Rücken und Wärmebildkamera in der Hand erlebt werden könne. Vor allem müsse man der Bevölkerung demonstrieren, wie einfach ein Ölbrand entstehen könne und wie man sich dann verhalten solle.

So wurde das Öl in der Pfanne aufgeheizt. Es entstand eine kleine Dampfwolke: Das Öl hatte sich entzündet, es brannte. Mit einem Teleskop gab ein Feuerwehrmann aus grosser Distanz ein wenig Wasser dazu, um klarzumachen, dass Wasser die falsche Methode ist, um das Feuer aus einem Ölbrand zu ersticken. Denn eine gewaltige Stichflamme erhob sich, die entstandene Wärme war gut wahrnehmbar. Jetzt begriff man: Ein Ölbrand darf keinesfalls mit Wasser, sondern muss mit einer Löschdecke erstickt werden oder schlicht: Deckel drauf! Das soll man dann drauf lassen und die Feuerwehr alarmieren. Feuerwehrkommandant Olivier Béguin kommentierte die dramatische Situation. Er animierte die Bevölkerung immer wieder, doch herzukommen alles anzuschauen. Die Samariter waren auch vor Ort, um die Massnahmen bei einer Verbrennung zu erklären. Spontan demonstrierten sie eine Reanimation mit Defibrillator. Und fürs leibliche Wohl war auch gesorgt.

Sicherheitsvorstand Claudia Trüb zeigte sich stolz auf das Team, denn es mache einen guten Job. Sie fand es wichtig, dass die Bevölkerung sehe, was die Feuerwehr tue. Gemeindepräsident André Bender war froh, dass es in Oberengstringen eine gut ausgerüstete, allzeit bereite Feuerwehr gibt.

Die Organisatoren dieses Anlasses erhielten gute Feedbacks durch eine motivierte Beteiligung.

Heinz Stocker