50 Jahre Schweiz im Europarat

Die meisten Teilnehmer des Ausflugs zum Europarat wussten vorher nicht genau, was der Europarat macht und weshalb er für die Schweiz, wichtig ist. Obwohl die Schweiz seit 1963 Mitglied des Europarats ist, besteht in der Bevölkerung mehrheitlich ein Informationsdefizit, was den Europarat betrifft. Seit der Gründung der europäischen Union ist der Europarat, obwohl er an­dere Aufgaben wahrnimmt, in den Schatten der EU geraten. Die 12 Schweizer National- und Ständeräte, welche die Schweiz in Strassburg vertreten, wollen diesem Informationsdefizit entgegenwirken und laden regelmässig Gruppen zu Besuchen ein.

Der Besuch einer Debatte über den Internationalen Informationsaustausch in Europa war eines der Highlights des Ausflugs nach Strassburg. Unter anderem gab Angel Gurria, Generalsekretär der OECD sein Statement über die Meinung der OECD zum Thema Informationsaustausch im Plenum ab.

Ein weiterer Höhepunkt war das Treffen mit dem Schweizer Botschafter Charles-Edouard Held in Strassburg. Unsere FDP-Nationalrätin Doris Fiala und André Bugnon SVP aus dem Kanton Waadt sowie Ständerat Comte Raphaël FDP Kanton Neuenburgwaren sich einig, dass die Mitgliedschaft im Europarat für die Schweiz extrem wichtig ist. Doris Fiala erzählt uns aus dem Nähkästchen von ihren Beobachtungen als Wahlbeobachterin in den neuen Oststaaten, die uns zu denken geben. Herr Wjatscheslaw Alexandrowitsch Fetissow, Ratsvertreter aus Russland, ehemaliger russischer Sportminister, Ex-Weltmeister im Hockeyspiel und Platznachbar von Doris Fiala im Plenum erzählte uns von seinen Erfahrungen in der russischen Politik.

Das Elsass ist ja bekanntlich auch eine Hochburg für feines Essen. Das Restaurant „la Vignette“ machte dem Versprechen alle Ehre. An der anschliessenden Führung durch die Gassen der Altstadt mit den gepflegten Fachwerkhäusern erfuhren wir viel Wissenswertes über die Geschichte Strassburgs. Für die fast 50 Teilnehmer war es ein langer Tag, aber ein interessantes und unvergessliches Erlebnis. Ein grosses Dankeschön an unseren Carchauffeur Urs Peyer, dem wir uns dank seiner sicheren Fahrweise ruhig anvertrauen konnten.