Oberengstringen

Die Übung Zusammenarbeit war für die Samariter ein Parcours

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Bekanntlich arbeiten die zwei Samaritervereine Engstringen und Geroldswil zusammen. Deshalb halten sie ihre Trainings immer wieder zusammen ab, ein Mal in Geroldswil, ein anderes Mal in Oberengstringen. Diesmal in der Umgebung des Alten Schützenhauses in Oberengstringen unter der Leitung der Kursleiter/Technischen Leiter Susanne Schiuma und Philipp Kunz.

28 Samariter teilte Philipp Kunz in fünf gemischte Gruppen auf, denn so viele Posten waren organisiert. Da klagte beispielsweise eine Joggerin über starke Bauchschmerzen, weil sie in einen Haag gerannt war, den sie übersehen hatte. Die Gruppe reagierte entsprechend mit Alarmierung und Schocklagerung und improvisiertem Wärmeschutz. Oder es ging schlicht darum die Koordinaten des Standorts Altes Schützenhaus anhand einer Karte zu eruieren. Quintessenz nach Bestimmungsübungen: Mit der Rega-App ist man mit Koordinaten bestens bedient.

An einem anderen Posten hörte man schon von Weitem das Knattern einer Motorsäge. Vor Ort sah man einen Waldarbeiter liegen, der sich offensichtlich in den Oberschenkel gesägt hat und stark blutete. Die Arterie wurde mit Druck von Holz abgebunden und 144 alarmiert. Doch die Alarmierung musste kurze Zeit später aktualisiert werden, weil der Waldarbeiter in Bewusstlosigkeit fiel und dann anders gelagert und zudem reanimiert werden musste. Bei einem weiteren Posten entdeckten die Samariter einen Mountain-Biker, der bei seinem ungeschickten Sturz eine Kopfverletzung erlitt und kurz darauf das Bewusstsein verlor.

Nach der Alarmierung holte ein Samariter beim nahen Tennisplatz einen Defibrillator, ein anderer verschaffte dem Biker mittels Decke Wärmeschutz. Schliesslich traf die Samaritergruppe eine Joggerin, die sich sehr schlecht und eingeengt fühlte. Als sie nach dem Erbrechen anders gelagert worden war und zudem das Bewusstsein verlor, arbeiteten die Samariter mit dem Phantom: Im richtigen Verhältnis von Beatmung und Kompression reanimierten sie und lösten sich dabei ab. Sie hätten das so lange weitergemacht, bis die schon lange zuvor alarmierte professionelle Hilfe mit Notarzt eingetroffen wäre.

Die Übungsleitung war mit dem engagierten Einsatz der Samariter zufrieden, denn die Teamarbeit war spürbar und die Steigerung sichtbar. Es hat Spass gemacht. Das wurde besiegelt mit einem fröhlichen Beisammensein im Alten Schützhaus bei Speis und Trank.                 Heinz Stocker

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