Wangen bei Olten

Die dritte Etappe des Männerturnvereins von Lenzburg nach Unterkulm

megaphoneLeserbeitrag aus Wangen bei OltenWangen bei Olten
Die Wandergruppe vor den riesigen Sandsteinhöhlen.

Die Wandergruppe vor den riesigen Sandsteinhöhlen.

Diese Tagestour führte uns vom Bahnhof Lenzburg direkt an den Aabach. Er entspringt aus dem Baldeggersee, bei Mosen mündet er in den Hallwilersee. Zwischen Boniswil und Seengen tritt er wieder aus dem See und fliesst in Wildegg in die Aare. Der Raum zwischen Wildegg, Lenzburg und Hallwilersee ist eine der Kernregionen der Industrialisierung im Kanton Aargau. Entlang des Aabaches entstanden über die letzten 250 Jahre insgesamt 28 Werke, welche die Wasserkraft als Energiequelle nutzten. Es waren dies unter anderem die Konservenfabrik Seon, Sauerstoffwerk Lenzburg, Teigwarenfabrik Tomasini, Hero, und der Wisa-Gloria-Werke.

Wir folgten diesem idyllischen Gewässer mit seinen noch sichtbaren Verbauungen der erwähnten Industrien bis zum Ende des Zentralgefängnisses Lenzburg. Jetzt wählten wir  den leicht aufsteigenden Weg Richtung Fünfweiher, welchen wir nach wenigen Minuten erreichten. Zu sehen bekamen wir nur einen gestauten friedlichen Weiher mit mehreren Picknickplätzen. Es tauchte die Frage auf, wieso Fünfweiher, wenn nur einer da ist. Bis zur Jahrhundertwende gab es im Gemeindebann Lenzburg eine Anzahl von Weiher, die im 16. Jahrhundert angelegt worden waren. Sie dienten bei Brandfällen als Löschwasserreserven.

Unser nächstes Ziel war der Esterliturm. Der im Jahre 1974 erbaute Turm ist aus 19 Betonrohrelementen zusammengesetzt und hat eine Gesamthöhe von 48 m. Die Aussichtsplattform in 45 m Höhe ist über 253 Stufen erreichbar. Ein grosser Teil unserer Gruppe stieg auf den Turm und genossen die Aussicht auf das Seetal und einen grossen Teil des Kantons Aargau.

Ein stündiger Marsch mit Abstieg vom Aussichtspunkt brachte uns erneut an den Aa-bach mit seinen alten Industriebauten. Zur Mittagszeit erreichten wir das Schulhausareal  von Seon. Bei leichtem Sonnenschein genossen wir hier die Mittagspause. Es folgte der leichte Aufstieg zu dem „Sibe Zwingstei“, einem Granitquader als gemeinsamen Grenzpunkt der Gemeinden Gränichen, Teufenthal und Seon. Ebenfalls markiert er die Grenzen der drei aargauischen Bezirke Lenzburg, Kulm und Seon. Bei den auf Gemeinde-gebiet von Gränichen liegenden Sandsteinhöhlen legten wir eine kleine Pause ein, siehe unser Gruppenbild. An den Schlösser Liebegg und Trostburg vorbei stiegen wir nach Teufenthal ab. Der Wyna entlang erreichten wir bald Unterkulm und unser Wanderziel, das Restaurant „Cafikanne“. Ein Blick in die Tischrunde zeigte in den Gesichtern Zufriedenheit und eine gewisse Müdigkeit.                                                         von Robert Bitterli

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