Olten

«Denk mal!»: Aktion zum Frauenstreik vom 14. Juni

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In der ganzen Schweiz fanden einen Monat vor dem Frauenstreik verschiedene Aktionen statt, um Denkmäler «anzureichern» und neu zu interpretieren. So auch in Olten. Am vergangenen Dienstag machten sich die Aktivistinnen auf, um den Skulpturen auf Stadtgebiet vorübergehend ein neues
Gesicht zu geben und mit einem Augenzwinkern auf die durchwegs ernsten Anliegen des Frauenstreiks aufmerksam zu machen. Dazu gehören unter anderem die schlechte Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit und Betreuungsaufgaben, die mangelnde Wertschätzung der von Frauen geleisteten Arbeit, die vorherrschende Lohnungleichheit, die um 37 Prozent tieferen Altersrenten, die von Frauen erlittene sexuelle Belästigung und Gewalt, und die Solidarität mit Frauen in aller
Welt. Frauen sind nach wie vor einer breiten Palette von Sexismus, Stereotypisierung und Diskriminierung ausgesetzt - am Arbeitsplatz, bei der Ausbildung, zuhause und auf der Strasse. Das muss sich ändern! Die am Dienstag, 14. Mai, von vom Oltner Frauenstreikkomitee umgestalteten Denkmäler sind die Wildsau, der König von Olten, der Marktbrunnen, Catherine II, Remonte! (Reiterdenkmal), die «Liegende
Frau» und der Krieger im Stadtpark.

Text: Myriam Frey Schär; Fotos: Claude Hurni (beide Olten)

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