Trotz Kundgebung und guten Argumenten gegen den Richtplaneintrag „Depot Müsli“, wurde die Bevölkerung des Limmattals vom Kantonsrat heute einmal mehr nicht gehört. Das Initiativkomitee Stopp-Limmattalbahn ab Schlieren bedauert diesen Entscheid, der die Situation im Limmattal verkennt und den Aargauer-Politikern ein grosses Geschenk bereitet.

Ist es nicht merkwürdig? Der Kanton Zürich soll Kulturland (Fruchtfolgefläche) opfern, damit der Kanton AG keine Sanierung seiner Altlasten vornehmen und sich zudem für seine Ausbaupläne zur Unterbringung des Rollmaterials keine Gedanken mehr machen muss! Der Standort Asp auf Boden der Gemeinde Spreitenbach (AG), war Sieger im Entscheidungsprozess für das Depot der Limmattalbahn. Erst als die Kosten für die Altlastensanierung vom Aargau gesprochen werden sollten, wurde Asp verworfen und das zürcherische Müsli (Gemeinde Dietikon) ins Auge gefasst…

Der Kanton Aargau, der heute Planungen für eine Weiterführung bis nach Baden vorantreibt, hat scheinbar kein Geld für eine Sanierung. Allein die geplante Weiterführung würde aber zusätzlichen Platz für zehn weitere Kompositionen à 45m im Depot einfordern…

Die Zürcher Bevölkerung des Limmattals, wird gegen ihren an der Abstimmung klar geäusserten Willen, mit einer störenden Langsambahn für Aargauer-Pendler beschenkt!

Und sie dürfen jetzt auch noch das Depot Müsli auf „grüner Wiese“ bezahlen.

Klingeln die Alarmglocken? Hier will jemand zu einem möglichst kostengünstigen Anschluss von Baden in die Stadt Zürich kommen…

Nur als Gedankenstütze, dieser Anschluss Zürich – Baden besteht seit 1847 mit der Spanisch Brötli Bahn (Schweizer Nordbahn) bereits seit knapp 170 Jahren!!!

Anmerkung: Nach nur sechzehn Monaten Bauzeit wurde am 7.August 1847 die erste, ganz auf Schweizer Boden befindliche Eisenbahnstrecke feierlich eröffnet. Die Fahrzeit für die 23 km lange Strecke betrug 45 Minuten. Unterwegs hielten die Züge in Altstetten, Schlieren und Dietikon.

NEIN zur zweiten Etappe der Limmattalbahn, NEIN zum Depotstandort Müsli, denn die Tramerweiterung der Stadt Zürich bis Schlieren, braucht beides nicht. Schade, mit einer Rückweisung wäre den Anliegen der Limmattaler besser gedient gewesen.