Urdorf

Dank „Aufgetischt statt weggeworfen“ wurden schon über 1000 kg Lebensmittel gerettet

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Am 1. April 2015 startete die Aktion „Aufgetischt statt weggeworfen“ in Urdorf. Am 20. Mai, nach weniger als zwei Monaten, wurden bereits über 1000 Kilogramm Lebensmittel eingesammelt und an Personen am Existenzminimum verteilt. Dies freut nicht nur die BezügerInnen der Lebensmittel ausserordentlich, sondern auch alle Helferinnen und Helfer.

Der Pilot mit einer vorerst wöchentlichen Lebensmittelverteilung am Mittwochabend ist erfolgreich gestartet. Pro Abend wurden in den ersten acht Wochen zwischen 90 bis 190 Kilogramm Lebensmittel eingesammelt. Am 20. Mai wurde die 1000-Kilogramm-Grenze bereits überschritten. D.h. mehr als eine Tonne Lebensmittel konnten innert dieser kurzen Zeit bereits „gerettet“ und an bedürftige Personen verteilt werden, die von der Gemeinde Urdorf angeschrieben wurden und bei Interesse eine Bezugsberechtigung erhielten. Pro Abend bis zu zwanzig Personen, die teilweise eine ganze Familie mit bis 4 Kindern eindecken, kommen die Lebensmittel vor der ref. Kirche Urdorf abholen und freuen sich über diesen Gratis-Zustupf.

Ein besonderer Dank gebührt dabei den Lebensmittelspendern und ihren Mitarbeitenden, die sich bereit erklärten, diese Aktion engagiert mitzutragen: Es sind dies Migros und Coop Spitzacker (Urdorf), die Bäckerei-Konditorei Ghilardi und später ab der Erntezeit dann auch der Bauernhof Grob, mit voraussichtlich über 1000 Kilogramm Zweitklass-Kartoffeln. Auch die Mitarbeitenden dieser Firmen freuen sich, dass die Lebensmittel noch eine zweite Chance erhalten um ihrer Bestimmung entsprechend auf dem Teller zu landen. Was nach der Verteilaktion vor der ref. Kirche immer noch übrig ist, wird noch am gleichen Abend in die Notunterkunft (NUK) in Urdorf gebracht. So erhalten die Lebensmittel sogar noch eine Dritte Chance gegessen zu werden.

Projektkosten fallen praktisch keine an, da alles mit dem Einsatz von freiwilligen HelferInnen angepackt wird und die ref. Kirche die Räumlichkeiten zum Einlagern des Materials gratis zur Verfügung stellt. Innert zwei bis drei Wochen haben sich gut 30 HelferInnen gemeldet, die ab April beim Einsammeln und Verteilen der überschüssigen Lebensmittel tatkräftig mithelfen.

Da sich alle beteiligten Akteure – von den Lebensmittellieferanten und ihrer Mitarbeitenden, über die Helferinnen und Helfer, bis zu den BezügerInnen vor Ort oder die Bewohner der Notunterkunft – darüber freuen, dass diese Lebensmittel weiterverteilt und an Menschen in Not abgegeben werden, kann mit gutem Gewissen von einer Win-Win-Situation für alle gesprochen werden. Anfangs Juni werden wir darüber diskutieren, ob die Aktion noch an einem zweiten Wochentag durchgeführt werden soll.

Sonja Gehrig
Initiantin von „Aufgetischt statt weggeworfen“ (Urdorf)

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