Das erste Mal seit siebzehn Jahren wurde wieder einmal ein Rennen der FIA Lurani Trophy im tschechischen Most ausgetragen. Der Urdorfer Bruno Weibel fuhr diese Strecke letztmals vor zehn Jahren, damals noch mit seinem Lotus Elise. Die Stecke liegt ihm, auch wenn sie nicht gerade am Weg liegt, weist sie ein tolles Layout auf. Auch haben sich die Tschechen richtiggehend rausgeputzt; alles war blitzblank, die Strecke neu asphaltiert, die Curbes frisch gestrichen und die Grid Girls, also die leicht bekleideten Mädels, die die Startplätze anzeigen, sind die besten Europas. So richtig mit Boobs und Butts und Highheels so hoch wie die Schlote der zahlreichen Kohlekraftwerke der Region.

Das Teilnehmerfeld der Formel Junior war überdurchschnittlich stark und Weibel musste vom achten Platz starten. Das war vor allem beim Rennen vom Sonntag ärgerlich, da es ein Überholverbot vor der ersten Schikane gab, eine der wenigen Möglichkeiten, wo Weibel mit seinem schwächeren Auto überhaupt überholen könnte. Für den Rest des Rennens hiess es aber "freie Fahrt" und so wurden es zwei spannende Rennen mit starken Zweikämpfen und vielen Überholmanövern. Bruno Weibel gewann seine Klasse zweimal souverän mit 40 bzw. 20 Sekunden Vorsprung und wurde Gesamt-Achter bzw. -Neunter. Wie in den vorangehenden Saisons mischt Weibel auch in diesem Jahr in der oberen Liga, der stärksten Kategorie "E1" mit, deren Rennwagen einen Gang mehr aufweisen und über Scheiben- statt Trommelbremsen verfügen. 

Das nächste Rennen findet am 10./11. Juni im französischen Dijon statt, auf Weibel's "Quasi-Heimstrecke".