Lengnau (AG)

10 Jahre Petrusbruderschaft - Feier des zweiten Jubiläums im Marienmonat Mai

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Am Samstag, 4. Mai wurde das zweite Jubiläumsfest zum 10-jährigen Bestehen der Priesterbruderschaft St. Petrus in der Bruderklausen-Kapelle / Etzgen mit dem Generaloberen Pater Andrzej Komorowski (FSSP) begangen.

Am ersten Samstag im Monat feiert die Kirche den Herz-Mariä-Sühnesamstag. So wurde das Jubiläumsfest mit einem levitierten Hochamt zum Fest des unbefleckten Herzens der Allerseligsten Jungfrau Maria gefeiert. Hauptzelebrant war Pater Komorowski, begleitet von Pater Ramm (FSSP) und Pater Schmidt (FSSP). Musikalisch wurde die Hl. Messe liebevoll begleitet von Kaplan Stollsteiner, dem Organisten, und der Frauen-Schola. Aus der Lesung Jesus Sirach 24, 23-31 hörte man: „Einem Weinstock gleich bringe ich liebliche Wohlgerüche hervor, und meine Blüten tragen herrliche Edelfrucht. Ich bin die Mutter der Schönen Liebe und Gottesfurcht, der Erkenntnis und der Heiligen Hoffnung.“ Und aus dem Evangelium nach Johannes 19, 25-27 wurde gelesen: „…Als nun Jesus die Mutter und den Jünger, den er liebte, dastehen sah, sagte er zu seiner Mutter: ‚Frau, siehe da dein Sohn!’ Danach sagte er zu dem Jünger: ‚Siehe da, deine Mutter!’“ Pater Komorowski führte in seiner Predigt aus, dass man durch Maria zu Jesus kommt. Maria will uns zu Jesus führen und in der Todesstunde uns beistehen. Marias Herz, die Mutterliebe ist ganz auf Gott ausgerichtet und auch auf alle Menschenherzen. Maria ist berufen, für alle Menschen da zu sein.

Nach der Hl. Messe tat sich der Himmel auf und einige Sonnenstrahlen gab es bei dem Apéro vor der Kapelle, der musikalisch von Blasinstrumenten umrahmt wurde. Um 12 Uhr begaben sich die 80 Gäste in den wunderschön dekorierten Gemeindesaal von Etzgen zum Mittagessen. Pater Schmidt begrüsste alle herzlich, besonders den Generaloberen Pater Komorowski und Pater Ramm, der die erste Hl. Messe vor 10 Jahren in Etzgen gehalten hatte. Das Tischgebet wurde von den jungen Mädchen mehrstimmig gesungen: „Aller Augen warten auf dich, Herr.“ Das feine Essen, Salat, Aargauer Braten, Spätzli und Gemüse wurden serviert von der Jugend in der Aargauer Tracht. Vor dem Dessertbuffet ergriff Pater Komorowski das Wort: Er danke der Göttlichen Vorsehung für den Schritt, den die Gläubigen zu wagen gemacht haben, als sie in der Bruderklausen-Kapelle die Hl. Messe im a. o. Ritus einführten. Eine lebendige Gemeinde von Deutschen und Schweizer Christen sei hier entstanden. Die Priesterbruderschaft St. Petrus wurde am 18.7.1988 in Hautrive / Kanton Fribourg mit zwölf Priestern gegründet. Heute gibt es drei Distrikte – den deutschsprachigen Raum, Frankreich und Nordamerika. Zur Zeit wirken 304 Priester und in den Priesterseminaren in Wigratzbad / Deutschland und Denton / USA werden 142 Seminaristen ausgebildet. Auf der ganzen Welt sind 43 Personal-Pfarren errichtet worden und in der Schweiz ist eine davon. Die Gläubigen mögen, so Pater Komorowski, für die Seminaristen und Priester beten, dass sie treu bleiben der alten Liturgie, ihrem Wert, ihrer Wahrheit und ihrer Schönheit.

Nun begrüsste Pater Schmidt die anwesenden Dr. Charles Probst, Professor für Neurochirurgie, Josef von Reding, Therese Zumkeller und den ehemaligen Präsidenten des Kapellenvereins, Mario Perlini. Gedacht wurde ebenso der bereits verstorbenen Frauen Dr. Cécile Probst und Marianne von Reding. Durch ihrer aller Initiative sowie aufgrund 70 gesammelter Unterschriften konnte der Standort der Bruderklausen-Kapelle in Etzgen für die Hl. Messe im a. o. Ritus von Bischof Kurt Koch, Bistum Basel, bewilligt werden.

Dank ihnen und dem Wirken der Priesterbruderschaft St. Petrus ist die Bruderklausen-Kapelle sonntags nun voll besetzt mit Gläubigen zur Hl. Messe im ausserordentlichen Ritus.

Lengnau, 22. Mai 2019

Marianne Baldinger-Lang

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