Bottmingen
Polizei-Grosseinsatz: Irrender Informant wird nicht belangt

Es war wirklich ein Fehlalarm: In den Bottminger Wohnblock gleich neben dem Schulhaus Burggarten war nie ein bewaffneter und maskierter Mann eingedrungen. Die Polizei hat ihre Ermittlungen abgeschlossen. Der sich irrende Informanten habe nicht vorsätzlich gehandelt.

Michael Nittnaus
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Polizei-Grosseinsatz Bottmingen
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Polizei-Grosseinsatz Bottmingen
Polizei-Grosseinsatz Bottmingen
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Polizei-Grosseinsatz Bottmingen
Polizei-Grosseinsatz Bottmingen
Die Polizei räumt allmählich auf. Der Einsatz scheint zu Ende zu gehen.
Bewaffnete Polizisten gehen immer wieder in das Gebäude.
Burggarten Bottmingen
Die Polizei geht immer wieder in dieses Haus. Es scheint auch, dass Bewohnerinnen und Bewohner aus diesem Haus evakuiert werden.
Keine Gefahr für die Schüler des Schulhauses «Burggarten».
Polizei-Einsatz in Bottmingen.

Polizei-Grosseinsatz Bottmingen

Nicole Nars-Zimmer

Eine ganze Region blickte am 20. Februar gebannt nach Bottmingen: Dutzende Polizisten in Vollmontur und die Spezialeinheit «Barrakuda» der Baselbieter Polizei durchsuchten ein Haus an der Burggartenstrasse - direkt neben der Primarschule Burggarten. Ein Informant hatte frühmorgens einen bewaffneten und maskierten Mann gesehen, der eingedrungen sei. Dieser habe zudem eine aus dem Haus gehende Person zurückgedrängt. Gefunden wurde er aber auch nach fast vier Stunden nicht.

Auf Anfrage der bz bestätigt die Kantonspolizei nun die damalige Vermutung: «Wir gehen von einem Fehlalarm aus. Die Abklärungen sind abgeschlossen.» Am Tag des Grosseinsatzes stand noch die Frage im Raum, ob der sich irrende Informant in irgendeiner Form belangt werden könnte. Schliesslich dürfte der Einsatz den Steuerzahler einiges kosten.

«Interpretationsspielraum» beim Gesehenen

Polizeisprecher Roland Walter hält allerdings fest: «Das Gesehene lässt einen gewissen Interpretationsspielraum zu, weshalb der Person, welche die Polizei alarmiert hat, keine Absicht unterstellt werden kann. Da keine vorsätzliche Irreführung vorliegt, können die Kosten auch niemandem verrechnet werden.» Über die Höhe der Kosten gebe man keine Auskunft.

Walter rät, «dass bei einem verdächtigen Benehmen lieber einmal mehr die Polizei alarmiert werden soll». Die Bevölkerung solle sich nicht über mögliche Folgen einer Falschmeldung Gedanken machen müssen.

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