Persönlich

Kalt, kühl, warm und nochmals kalt

«Jetzt schaue ich eifersüchtig auf die Fotos meiner Freunde im Süden, die meinen, mit ihren dicken Anoraks dem echten Winter zu trotzen.»

«Jetzt schaue ich eifersüchtig auf die Fotos meiner Freunde im Süden, die meinen, mit ihren dicken Anoraks dem echten Winter zu trotzen.»

Irgendjemand hat mir mal gesagt, dass es toll sei, in einem Land zu leben, das noch alle vier Jahreszeiten habe. Aha. Hier in der Schweiz sei es noch so, wie es sein sollte. Winter, Frühling, Sommer, Herbst.

Neuland für jemanden wie mich, die frisch aus Spanien kommt. Jetzt, da ich seit einigen Jahren hier lebe, wo es – ich wiederhole – angeblich noch ganze vier Jahreszeiten gibt, sehe ich halt so einiges anders. In Barcelona konnte ich noch Ende Oktober im Bikini auf der Terrasse Sonne tanken. Im Dezember war es dann ziemlich kalt – zumindest für mich, als nichtswissende Spanierin. Dort hatte ich bei 13 Grad schon den Wintermantel an.

Jetzt schaue ich eifersüchtig auf die Fotos meiner Freunde im Süden, die meinen, mit ihren dicken Anoraks dem echten Winter zu trotzen. Die Glücklichen. Mir bleibt nur zu hoffen, dass es dieses Jahr ein milder Winter wird. Doch wenn ich bedenke, dass ich in nicht einmal einer Woche die Shorts mit dem Wintermantel getauscht habe, erlischt meine Hoffnung so schnell wie die letzten Sonnenstrahlen.

Von wegen vier Jahreszeiten. Es sind eher drei: kalt, kühl, warm und – Überraschung! – nochmal kalt. Und da wäre noch die Klimaerwärmung, die alles durcheinanderbringt. Nicht einmal der Traum einer weissen Weihnacht wird mir erfüllt.

Naja, viel wichtiger ist sowieso mein anderer Wunsch: Ich sehne mich jetzt schon nach Vitamin D. Also, Sommer, komm endlich zurück – ich kann dich kaum erwarten.

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