Interpellation
SVP Basel-Stadt vermutet Impfdrängler und will Antworten von Regierung

Der Kanton Basel-­Stadt unterscheidet in seinem Impfplan fünf Haupt-Kategorien. Nun hätten, so schreibt SVP-Grossrat Joel Thüring in einer gestern eingereichten Inter­pellation, «bereits heute Studierende der Universität Basel ­(Medizin resp. Zahnmedizin) einen Impftermin» erhalten – vereinzelt auch Impfungen.

Stefan Strittmatter
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Wird in Basel-Stadt bei den Impfungen gedrängelt? SVP-Grossrat Thüring will seine Quellen nicht offenlegen.

Wird in Basel-Stadt bei den Impfungen gedrängelt? SVP-Grossrat Thüring will seine Quellen nicht offenlegen.

Kenneth Nars

Aktuell sind Menschen der Kategorien 1a bis 2a (alte und besonders gefährdete Personen, sowie Gesundheitspersonal mit höchstem Risiko) impfberechtigt, während die Kategorien 2b bis 5 mit einem Platz auf der Warte­liste vorliebnehmen müssen.

Nun hätten, so schreibt SVP-Grossrat Joel Thüring in einer gestern eingereichten Inter­pellation, «bereits heute Studierende der Universität Basel ­(Medizin resp. Zahnmedizin) einen Impftermin» erhalten – vereinzelt auch Impfungen.

Auf Anfrage dieser Zeitung will Thüring seine Quelle nicht offenlegen: «Mir wurde darüber von Studierenden, die ich privat kenne, berichtet», sagt er. Weitere Angaben könne er aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nicht machen.

Offene Fragen

In seinem Schreiben bittet Thüring den Regierungsrat um die Beantwortung von zehn Fragen im Zusammenhang mit dem Impfzentrum. So interessiert ihn die Anzahl geimpfter Personen aus den Kategorien 1a bis 2a, sowie der Zeitrahmen, bis wann diese ihre Dosen erhalten sollen.

Er sei sich bewusst, dass medizinisches Personal vorrangig geimpft werde, so Thüring. Doch betont er, dass diese Personen gemäss Impfplan Basel-Stadt «in der Kategorie 2b und derzeit nicht berechtigt» seien. An anderer Stelle in der Interpellation relativiert Thüring seine Behauptung von der Be­vor­zugung von Studierenden bereits im einleitenden Nebensatz: «Falls in den Kategorien 2b bis 5 bereits Termine vergeben sind, respektive Personen Impfungen erhalten haben: Wie kam es dazu?».