Plakatkampagne
FDP-Grossrat kritisiert Jungen Rat

Der Junge Rat hat eine Plakatkampagne, welche Schönheitsideale hinterfragen soll, 1200 Franken beigesteuert. Der FDP-Grossrat Luca Urgese kritisiert die Unterstützung.

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Bild der Plakatkampagne «Was ist schön?».

Bild der Plakatkampagne «Was ist schön?».

watson.ch

Der Junge Rat hat eine Plakatkampagne unterstützt, die Brüste, Beine sowie Penisse zeigt und mit «Was ist schön?» überschrieben ist. Damit sollen Schönheitsideale hinterfragt werden. Der FDP-Grossrat Luca Urgese kritisiert die Unterstützung.

Wie er gegenüber der «Schweiz am Sonntag» sagt, verstehe er nicht, was das mit dem Jungen Rat zu tun habe. Stossend findet es Urgese, dass Dominik Lüthi als Mitglied des Jungen Rates zugleich Kommunikationsverantwortlicher der Künstler ist, welche die Plakatkampagne initiiert haben. «Dass das Budget des Jungen Rates zur Finanzierung privater Kulturaktionen seiner Mitglieder verwendet wird, ist eine Zweckentfremdung der Kantonsgelder», sagt Urgese.

Julia Pregger, ehemalige Präsidentin und heute Beisitzerin des Jungen Rates, sagt der «Schweiz am Sonntag»: «Wir organisieren oder unterstützen Projekte, die politische oder gesellschaftliche Themen aufgreifen, an junge Menschen gerichtet sind und deren Interesse wecken» – die Plakataktion erfülle diesen Zweck.

Lüthi sei am Entscheid nicht beteiligt gewesen. Der Junge Rat steuerte 1200 Franken zur Plakataktion bei. 3000 Franken flossen aus der kantonalen Jugendkulturpauschale und 1121 Franken aus dem «Kulturkick» der GGG in das Projekt.