«Eine der modernsten Meterspurbahnen»

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Andreas Büttiker (60) ist Direktor der Baselland Transport AG. Unter seiner Führung wird die Waldenbur­gerbahn von Grund auf erneuert werden.

Herr Büttiker, woran arbeiten Sie beim WB-Projekt derzeit?

Andreas Büttiker: Das BLT-Team arbeitet mit Hochdruck daran, alle Plangenehmigungen vom Bundesamt für Verkehr zu erhalten und die restlichen Unklarheiten zu beseitigen. Parallel dazu haben wir mit den Vorbereitungsarbeiten gestartet, bevor es dann, voraussichtlich am 6. April 2021, so richtig mit den grossen Bauarbeiten losgeht.

Was geschieht mit den Gleisen, den Weichen, der Fahrleitung: Wird dieses Material weiterverwendet?

Die Weichen sind Spezialanfertigungen und wurden wie die Fahrzeuge in die Slowakei verkauft. Die restlichen Materialien sind abgenutzt und werden rezykliert oder fachmännisch entsorgt.

Wie weit sind die Pläne bezüglich einer Automatisierung?

Die neue Waldenburgerbahn wird zu einer der modernsten Meterspurbahnen Europas. Zusammen mit Stadler Rail setzen wir bezüglich Zugsteuerungs- und Zugsicherungssysteme neue Standards bei den Schmalspurbahnen. Die Wagenführerinnen und Wagen­führer werden durch Assistenzsyste- me wirksam unterstützt, was ein teil­autonomes Fahren ermöglicht. Der CBTC-Standard, welcher in U-BahnSystemen verwendet wird, ist so ausgelegt, dass langfristig sogar autonomes Fahren möglich wird.

Erinnern Sie sich an Ihre erste Fahrt mit der Waldenburgerbahn?

Ja, klar, es war eine gute Fahrt, nämlich in den Urlaub. Unsere Einheit ab­solvierte in Waldenburg einen Wiederholungskurs. So lernte ich nicht nur die schöne und heimelige Juralandschaft und das Tal sehr gut kennen, sondern auch die Waldenburgerbahn. (ld)