Massnahmen

Coronakrise: Kanton spricht 130 Millionen Franken für KMU und Familien

Nun hat die Regierung Soforthilfen auch auf indirekt vom Lockdown betroffene Selbstständigerwerbende wie Physiotherapeuten und Taxifahrer ausgedehnt.

Selbständige Physiotherapeuten können ihre Tätigkeit aufgrund der Corona-Pandemie höchstens eingeschränkt ausüben. (Symbolbild)

Nun hat die Regierung Soforthilfen auch auf indirekt vom Lockdown betroffene Selbstständigerwerbende wie Physiotherapeuten und Taxifahrer ausgedehnt.

Coronahilfe Insgesamt 131 Millionen Franken hat die Baselbieter Regierung bisher im Rahmen von mehreren Notverordnungen zur Abfederung der Coronakrise gesprochen.

50 Millionen stehen für – nicht rückzahlbare – Soforthilfen zur Verfügung. Damit sollen Unternehmen in Not Fixkosten wie Mieten, Versicherungen oder Energiekosten bezahlen können; die Löhne sind durch Massnahmen des Bundes gedeckt. Pro Firma bezahlt Baselland 7'500 bis 10'000 Franken aus. Die Soforthilfen laufen nach dem Ja des Landrats nun seit knapp drei Wochen. Bis Anfang Woche hat die Regierung bereits rund 2400 Gesuche genehmigt und 20,6 Millionen ausbezahlt.

3'000 Franken Soforthilfe für Einmannbetriebe

Nun hat die Regierung das Instrument auch auf indirekt vom Lockdown betroffene Selbstständigerwerbende wie Physiotherapeuten und Taxifahrer ausgedehnt. Diese haben gemäss der am 16. April angepassten Bundesverordnung neu ebenfalls Anspruch auf Erwerbsersatz und können beim Kanton pauschal 3'000 Franken Soforthilfe beantragen. Der zur Verfügung stehende Finanzrahmen wird dafür nicht ausgedehnt.

Bereits gesprochen hat der Landrat 3 Millionen, um Lehrbetriebe in Kurzarbeit zu unterstützen. Dasselbe gilt für den Verzicht, auf Steuerschulden bis Ende 2020 Verzugszins zu erheben. Dem Kanton entgehen so 13 Millionen. Im Rahmen einer dritten Notverordnung, die vom Parlament noch nicht abgesegnet wurde, will die Regierung mit 14 Millionen Einnahmenausfälle der Kindertagesstätten bevorschussen. Schliesslich unterstützt der Kanton Kulturschaffende und -betriebe mit 4 Millionen. 47 Millionen Franken stehen zur Garantie von Überbrückungskrediten von Banken an Firmen zur Verfügung. Ob diese Garantien tatsächlich benötigt werden, ist jedoch noch ungewiss.

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